Sanssouci
Skulpturen im Park von Sanssouci
".... es gibt mehr als 4000 Skulpturen im Park von Sanssouci..." war die vollkommen durch schlechte Lautsprecher verzerrte Stimme der Stadtführerin auf der Pferdekutsche zu vernehmen, als sie südlich des Parks über die Geschwister-Scholl-Straße rumpelten.
Wer zählt da endlich mal nach?
Die Skulpturen sind mal einzelnstehend, mal in Gruppen wie im Französischen Figurenrondell, oft künstlerisch wertvoll wie dort, mal als Fasadenschmuck zu sehen. Immer sind sie wirkungsvoll arrangiert. Da steht weißer Marmor vor dunklen Blutbuchen oder Sichtachsen führen auf sie zu.
Auguste Rodin meinte: "Nicht die Skulptur verschönert den Garten, sondern der Garten verschönert die Skulptur". Hier trifft es oft zu.
Rund um die Große Fontäne unterhalb des Schlosses, im "Gartenpaterre" und im Mittelpunkt der Hauptallee, sind normaler Weise 12 Figuren führender französischer Bildhauer des 18. Jahrhunderts aufgestellt. Bis 1842 gab es hier nur ein Wasserbecken. Erst mit der Errichtung des Wasserwerkes sprudelt die Fontäne.
Die 12 Figuren stellen die vier Elemente (Erde, Feuer, Wasser, Luft) da, die von acht Göttern (Apollo, Diana, Juno, Jupiter, Mars , Merkur, Minerva, Venus) umgeben sind. Alle Figuren stehen auf 1,31 Meter hohen, runden Marmorsockeln.
Die ersten Figuren, Merkur und Venus, wurden 1750 aufgestellt. Sie wurden 1748 von dem französischen Bildhauer Jean Baptiste Pigalle geschaffen. Friedrich der Große bekam sie vom französischen König Ludwig XI. geschenkt als Gegenleistung für wertvolle Pferde, die er erhalten hatte.
Merkur und Venus sowie die Darstellungen der Elemente Wasser und Feuer sind derzeit nicht zu sehen.
Stand: 23.10.2009
Die Statuen der Götter im Französischen Figurenrondell
Die Statuen der Elemente im Französischen Figurenrondell
Juno mit Pfau (Göttin der Geburt und der Ehe, Gattin Jupiters und damit Königen der Göttinnen)Attribut der Eitelkeit
Geschaffen von: Francois Gaspard Adam, 1753, 1,87 m hoch.
Mars (Gott des Krieges),
wallende Kleidung und bellender Hund an der linken Seite.
Geschaffen von: Francois Gaspard Adam, 1760, 1,84 m hoch.
Jupiter und Io (Vater der Götter und Menschen),
Zeus verbirgt die in eine Kuh verwandelte Io vor dem Zorn der Juno
Geschaffen von: Francois Gaspard Adam, 1758, 1,83 m hoch.
Minerva (u.a. Göttin der Weisheit),
mit Helm, Eule und Schild und Grenzstein
Geschaffen von: Francois Gaspard Adam, 1749, 1,83 m hoch.
Apollo mit Python (Gott der Poesie),
auf Felsen sitzend mit Fuß auf getöteter Python
Geschaffen von: Francois Gaspard Adam, 1752, 1,31 m hoch.
Diana im Bade (Göttin der Jagd und des Mondes),
mit liegendem Hund rechts am Bein
Geschaffen von: Francois Gaspard Adam, 1752, 1,77 m hoch.
Element Erde:
Ceres lehrt Tripommus das Pflügen
Geschaffen von: Francois Gaspard Adam, 1758, 240 cm hoch.
Element Luft:
2 Nymphen mit erlegtem Reiher
Geschaffen von: Lambert Siegesbert Adam, 1749, 236 cm hoch.
Römische Bäder
Park-Teil1
Rechts und links an den Rampe zu den Terrassen zum Schloss Sanssouci stehen je zwei Brunnenwände aus weißem Carraramarmor. Zwischen ihnen die Große Fontäne des Französischen Figurenrondell. Wirkunsvoll sind sie 1848 vor dunklen Baumgruppen aufgestellt.
Jede dieser Brunnenwände hat eine Musenstatue, zwei Vasen und eine etwas überdimensionierte Badewanne - in die jeder Tourist neugierig reinschaut.
Die Statuen sind von Christian Daniel Rauch angefertigt. Es sind Kopien von antiken Vorbildern aus den 2. Jh. v. Chr.
Polyhymnia im Nordosten
Auf der Weistseite südlich Urania, nördlich (rechts) Klio vor den Blutbuchen
Klio
Urania
Ein Bild von Euterpe fehlt noch. Na ja, jetzt nicht mehr ganz - aber ein besseres muss nächstes Jahr noch her...
An der Schnittstelle der Sichtachse der Neuen Kammer und der Hauptallee befindet sich das Entführungsrondell
Herkules und Antaeus
Bacchus und Ariadne
Pluto
Paris und Helena
Römer und Sabinerin
Pluto und Proserina
Es ist gar nicht einfach im Entführungsrondell den Überblick zu behalten. Standen 2002 noch 4 Figurengruppen hier sind es 2009 sechs thematisch zusammenpassende Statuen. Die Götter scheinen ja einen ziemlichen Bedarf an Frauen gehabt zu haben, jedenfalls in den Vorstellungen der Bildhauer zwischen 1750 und 1772. Es sind beeindruckende und oft auch drastische Darstellungen, z. B. bei Herkules und Antaeus.
Würde thematisch dazu passen. Steht am Weg zum Teehaus...

