Sanssouci

Das Schloss Charlottenhof


Stand: 19.06.2010

Schloss Sanssouci

Neues Palais

Schloss-Charlottenhof

Die wenigsten der vielen Besucher von Sanssouci kommen hier her und kaum ein Berliner kennt das Schloss Charlottenhof. Es liegt im Süden des Parks, noch südwestlicher als die Römischen Bäder, ziemlich versteckt. Doch der Anblick ist überwältigend, vor allem wenn man den Weg von den Römischen Bädern her kommt, wie es das Bild hier zeigt.

Schloss-Charlottenhof

Umgebaut wurde das Schloss unter Kronprinz Friedrich Wilhelm (1795-1861) zu seinem Sommersitz. Er wurde 1840 als Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen.

Gekauft hat das ehemalige Gut Friedrich Wilhelm III. (1770-1840). Er schenkte es 1825 seinem Sohn Kronprinz Friedrich Wilhelm und seiner Gemahlin Elisabeth Ludovika von Bayern zu Weihnachten.

Er beauftragte damit keinen anderen als den Architekten Karl Friedrich Schinkel. Mit wenig Geld, Preußens Herscher hatten nicht viel davon und was sie hatten brauchten sie für Kriege, baute Schinkel nach dem Vorbild einer römischen Villa diese kleine Schloss im klassizistischen Stil.

Benannt wurde das Schloss nach seiner Vorbesitzerin Maria Charlotte von Gentzkow, Frau eines Kammerherren. Sie besaß das Gut von 1790 bis 1794.

Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof

Das Haus hat 10 Zimmer und kann besichtigt werden. Die

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

langt kräftig hin und verbietet dafür das Fotografieren im Inneren aller Schlösser und Häuser hier in Sanssouci.

Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof

Aufgang zum Park vor dem Schloss vom Osten aus gesehen. Die beiden Figuren sind aus Bronze.

Blick zurück in den Rosengarten.

Die Gärten des Schlosses wurden von Gartenarchitekten Hermann Sello unter Beteiligung von Peter Joseph Lenné nach italienischen Muster angelegt und mit dem Englischen Landschaftsgarten Friedrich des Großen harmonisch verbunden.

Es ist der erste geometrisch angelegte Park in Deutschland. Der italienbegeisterte Kronprinz war an den Entwürfen beteiligt.

Keine Rosen mehr im Rosengarten. Na ja, die meisten Aufnahmen stammen auch vom Ende September 2009.

Trotzdem, es ist eine wunderschöne Anlage in dem ehemals brettflachen und sumpfigen Gelände.

Der Schlossgarten wurde extra aufgeschüttet.

Die Rosen sind im Juni 2010 aufgenommen.

Das Portal ist mit schönen Friesen und blauen Malerein geschmückt. Alles ist in blau gehalten, sogar die Fensterläden.

Das Blau sollte Elisabeth Ludovika von Bayern an ihre Heimat erinnern.

Die Details sind aufwendig gestalltet.

Diese steinerne Bank muss damals eine Sensation gewesen sein. Nicht wegen der beiden schönen Figuren und den Weinranken, die zeltförmig den Platz überragen.

Der Merkur wurde in Bronze 1818 gegossen nach einer Marmorstatue von Bertel Thorvaldsen.

Die Mauern sind hohl und verstärken ein Flüstern laut und vernehmlich wie Stimmen über Lautsprecher. Aus den Löchern unten tritt der Schall aus.

Der vornehme Römer hat zu so einer Bank einst Exedra gesagt.

Für kunstbeflissene Nebelkrähen ist der Eintritt frei.

Die Malereien neben den Türen liegen hinter Glas.

Die rechte Figur der "tönenden Bank" vor den Weinreben - ursprünglich in Marmor von Antonio Canova geschaffen - stellt Paris mit dem Apfel in der Hand dar.

Sie wurde von Rudolf Schadow 1826 in Bronze gegossen.

Wein aus Brandenburg! Was muss das für ein Gesöff gewesen sein.

Na ja, besser als gar nichts...

Statt Rosen derzeit Herbstzeitlose unter alten Platanen.

Blick auf einen Ausschnitt der Nordfasade mit einer alten, mächtigen Platane davor.

Ebenfalls ein Blick vom Norden auf den Schlossgarten mit der "tönenden" Steinbank früh am Morgen.

An der schlichten Westfasade kommen die grazilen Tierfiguren rechts und links des Eingangs hervorragend zur Geltung.

Am Bassin ist Prinzessin Elisabeth auf einer ionischen Säule dargestellt. Sie wurde um 1825 von Christian Friedrich Tieck geschaffen. Der weiße Marmor stammt aus Carrara, der grau-rote aus Bayern. Die Säule ist von 1835.

Im Hintergrund der Risalit des Neuen Palais.

Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof

Die beiden Gazellen sind von Wilhelm Wolff aus dem Jahr 1846 in Bronze gegossen.

Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof

Wie alt mag die mächtige Platane an der Nordseite des kleinen Schlosses sein? 200 Jahre? 300 Jahre?

Schloss-Charlottenhof

Einfach schön! Die linke Figur mit dem Flügelhelm ist leicht als Merkur zu erkennen und von den gleichen Künstlern hergestellt, allerdings schon 1818.

Schloss-Charlottenhof

Brunnen im Rosengarten: Wasserspeiender Satyrknabe von Christan Daniel Rauch von 1839/40

Nachguß aus Bronze von 1995

Schloss-Charlottenhof

Links Klio, ein Nachguss von 1837 nach antikem Vorbild aus dem 4. Jh. v. Chr. Rechts ist Apollino. Ein Nachguss einer Marmorstatue in Florenz aus dem 1. Jh.

Schloss-Charlottenhof
Schloss-Charlottenhof