Sanssouci
Der Park - Teil 1
Stand: 20.07.2010
Das hier ist die größte und älteste Sumpfzypresse im Park. Sie ist um 1836 gepflanzt worden. Der Umfang des Stammes hat fast 7 Meter erreicht.
Der Baum ist wenige Meter östlich der Römischen Bäder zu finden.
Die Bäume der Familie der Sumpfzypressengewächse (auch Sommergrüne Koniferen) Taxodiaceae war vor etlichen Millionen Jahren artenreich weit verbreitet. 15 Arten sind übrig geblieben, darunter der Mammutbaum.
Heute wächst Taxodium distichum noch in Frischwassersümpfen in den Everglades (Florida, USA), in Mexico, Ostasien und auf Tasmanien. Dies Art wurde in Parks und Gärten wie hier gerne als exotisch anmutender Baum angepflanzt.
Nährt man sich dem Stamm sind eigenartige Wurzelauswüchse wie auf dem Bild unten zu erkennen.
Es sind Atemwurzeln (Pneumatophren) die dem Baum zur zusätzlichen Sauerstoffversorgung dienen.
Die Schönheit der Landschaftsgärten von Peter Joseph Lennè ist atemberaubend. Seine Werkliste bei Wikipedia ist beeindruckend lang. Weniger bekannt ist, dass er auch als Städteplaner zusammen mit Schinkel viel in Berlin bewirkt hat. Da er auch u. a. den Landwehrkanal baute, nannten ihn die Berliner "Buddelpeter". Sie verdanken ihm die meisten Grünzüge in der Stadt.
Läuft man durch seine Parks, kommt es einem vor wie eine Theaterinzenierung. Man läuft an Gehölzen vorbei, sieht plötzlich - z. B. in Sanssouci - die Mühle und ein paar Meter weiter ist sie schon nicht mehr zu sehen. Sichtachsen lassen Gebäude wie das Chinesische Teehaus schon von weitem funkeln. Nährt man sich ihm aber vom Südwesten, sieht man es erst, wenn man unmittelbar vor dem Haus steht.
Schön anzuschauen sind die Baumgruppen aus oft drei schräg zusammen gepflanzten, heute sehr großen Laubbäumen.
Wikipedia schreibt über Lenné:
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Joseph_Lenné
"Peter Joseph Lenné (* 29. September 1789 in Bonn; gest. 23. Januar 1866 in Potsdam) war ein preußischer Gartenkünstler und Landschaftsarchitekt des deutschen Klassizismus.
Peter Joseph Lenné prägte fast ein halbes Jahrhundert die Gartenkunst in Preußen
Er gestaltete weiträumige Parkanlagen nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten und konzentrierte sich vor allem in seiner Spätzeit auf eine sozialverträgliche Stadtplanung Berlins, indem er Grünanlagen für die Naherholung der Bevölkerung schuf. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten lag im Berlin-Potsdamer Kulturraum, doch finden sich auch in vielen weiteren Teilen Deutschlands Zeugnisse seiner Arbeiten.
Charakteristische Merkmale seiner Landschaftsgestaltungen sind die vielfältigen Sichtachsen, mit denen er vor allem in Potsdam die einzelnen Parkanlagen optisch miteinander verband und deren Bauwerke durch diese Sichtlinien wirkungsvoll in Szene setzte. Die Sichtschneisen nahm er als Ausgangspunkt für die Anlage verschlungener Wege und Gartenflächen, in denen er mit exotischen Pflanzen Akzente setzte.
Sein landschaftskünstlerisches Werk bildet einen wesentlichen Teil der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft, die von der Pfaueninsel bis nach Werder reicht. Es steht, seit die gesamte Landschaft 1990 zum Weltkulturerbe ernannt wurde, unter dem Schutz der UNESCO."

Peter Joseph Lenné
(aus Wikipedia)
Sumpfzypresse - Taxodium distichum, Hänge-Nootka-Scheinzypresse
Kaukasische Fichte
Zirbelkiefer - Pinus cembra, Schwarzkiefer, Weymouthskiefer - Pinus strobus, Gelbkiefer, Zirbelkiefer
Japanische Hemlockstanne, Hängende Hemlockstanne
Grüne Duglasie, Douglasien
Libanonzeder - Cedrus libani, Rote Zeder
Europäische Lärche - Larix decidua
Flügelnuss, Bitternuss,
Persische Eiche, Ungarische Eiche, Traubeneiche, Färbereiche, Stieleiche, Wintergrüne Eiche
Persicher Flieder
Chinesisches Rotholz
Zirbelbaum
Platane
Blutbuche, Trauerblutbuche, Hängebuche
Goldgelbe chinesischer Wacholder, Virginischer Blaureifwacholder
Christusdorn - Gleditsia triacanthos
Kuchenbaum
Gemeiner Trompetenbaum
Amerikanischer Amberbaum
Riesenlebensbaum
Rotesche
Schnurbaum
Washingtons Eibe, Gemeine Eibe
Säulen-Sandbirke
Gelbholz
Tulpenbaum
Auswahl der im Park gefundenen außergewöhnlichen Bäume
distichum
Flügelnuss Ta
Gemeiner Trompetenbaum - Catalpa bignonioides
Der Baum steht zwischen der Meierei und dem Chinesischen Teehaus an der Brücke über den Parkgraben.
Der Baum ist über 200 Jahre alt. Das Schild sagt es.
Vom Dichterhain aus in Richtung Hippodrom gesehen
Parklandschaft in der Nähe des Teehauses
Römische Bäder
Park Teil 2