Sanssouci

Neues Palais und die Communs


Stand: 13.06.2010

Schloss Charlottenhof

Bildergalerie

Neues-Palais-Sanssouci

Die Ballustrade ist mit sechs Gruppen Kandelaber mit 16 Putten, sechs Einzelfiguren, 14 Vasen und 12 Trophäen reich bestückt. Sie sind aus Sandstein und zwischen 1889 und 1894 gefertigt worden.

Die Ballustrade verdeckt die Auffahrten im Norden und Süden und trägt die Beleuchtung.

Parallel zur Terrasse verläuft der Lindstedter Weg, der nach Norden zum Schloss Lindstedt führt.

Das ehemalige Gut gehörte dem Oberjäger Lindstedt. Kronprinz Friedrich Wilhelm (später: IV.) erwarb es 1843 und plante es nach seinen Ideen und Plänen von August Stüler (1855).

Ausgeführt wurde es von Ludwig Ferdinand Hesse und Ferdinand von Arnim in den Jahren von 1858-1860. Alles was damals Rang und Namen hatte war daran beteiligt.

Henning von Treskow hat zeitweise hier gewohnt. 1945 haben die Russen hier ihre Kommandantur gehabt (und die Portikusfiguren auf nimmer wiedersehen mitgenommen), 1953-83 war es Pädagogische Hochschule, dann bis 1994 Gerichtsmedizin.

Heute ist es der Tagungsort der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten ("SPSG" - wie sie sich auf Hochdeutsch nennen).

Neues-Palais-Sanssouci
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Neues-Palais-Sanssouci
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Neues-Palais-Sanssouci
Neues-Palais-Sanssouci

An der Westseite des Parks von Sanssouci liegt das Neue Palais mit mehreren Gebäudekomplexen. Getrennt vom Ehrenhof auf der Westseite erstrecken sich ebenfalls in Nord-Süd-Richtung die Gebäude der Commun, Wirtschaftsgebäude in barocker Schlossform. In preußischer Barockform, sparsamer ausgeführt. Es ist die letzte Schlossanlage in dieser Stilrichtung in Deutschland. Um Geld zu sparen sind z. B. die Klinker des Neuen Palais nur aufgemalt.

Westlich des Neuen Palais gab es zur damaligen Zeit nur Sümpfe und Ödland. So dienten die Wirtschaftsgebäude dem Schloss auch als Sichtschutz.

Friedrich der Große plante es als Gästehaus und nicht als sein Wohnsitz. Erst im Deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 residierte hier Kaiser Willhelm II. ab 1889 bis zum Ende der Monarchie.

Das Neue Palais

Daten

1750: Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erstellt die ersten Pläne.

1754-1756: Johann Gottfried Büring und Jean Laurent Le Geay vervollständigen sie.

1756-1763: Der Siebenjährige Krieg, verhindert den Baubeginn.

1763-1769: Nach nur 6 Jahren Bauzeit standen den königlichen Gästen 200 Räume, 4 Festsäle und ein Rokkokotheater zur Verfügung.

1766-1769: Entsprechend groß mussten die Pavillions der Communs ausgelegt sein. Für Küche und Dienerschaft wurden Arbeits- und Unterkunftsmöglichkeiten benötigt.

Die Bauten sollten die Macht Preußen zeigen und haben den nach den Kriegen verarmten Bevölkerung dringend benötigte Arbeit gegeben.

1768: Das Rokkokotheater ist fertig.

1769: Nördlich der Communs wird das Hofgärtnerhaus, südlich das Kastelanhaus errichtet.

1786: Friedrich der Große stirbt. Das Schloss wird kaum noch genutzt.

1823: Das Hauptpaterre wird umgebaut.

1831: Prinz Friedrich Wilhelm wird hier geboren. Er wird dann 99 Tage lang (9.März bis 15.Juni 1988) Kaiser Friedrich III.

1894: Erst jetzt wird die Schlossterrasse auf der Ostseite des Neuen Palais fertiggestellt. Ein Wassergraben um das Schloss herum wird zugeschüttet.

1896: Kaiser Wilhelms II. lässt das Schloss und die Pavillionbauten mit einem unterirdischen Gang verbinden.

1889-1918: Kaiser Wilhelms II. nutzt das Neue Palais während seiner gesamten Regentschaft als Regierungssitz. Das Schloss wird in dieser Zeit laufend renoviert. Dampfheizung, Toiletten und Bäder, elektrisches Licht, ein Aufzug werden eingebaut.

1918: Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wird das Schloss als Museum genutzt.

1945: Die glorreiche Sowjetarmee plündert das Schloss.

Neues-Palais-Sanssouci

Die Communs

Neues-Palais-Sanssouci
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Südliches Commun, Foto vom 27. Mai 2007

Nördliches Commun, Foto vom 06. Oktober 2009

Blick vom nördlichen Commun über den Ehrenhof auf das Neue Palais im Osten.

Das kleine Gebäude links ist der Hofdamenflügel, der hohe Gebäudeteil nennt sich Heinrichsflügel.

Säulengang im nördlichen Commun am Ende der beiden geschwungenen Freitreppen.

Ganz schön Aufwendig für ein Wirtschaftsgebäude. Diese Nordostecke wurde 1945 stark beschädigt und zwischen 1990 und 1996 Generalsaniert.

Neues-Palais-Sanssouci
Neues-Palais-Sanssouci

Mächtig wirkt Commun-Nord aus dieser Perspektive, Foto vom 06. Oktober 2009

Commun-Süd brannte 1945 komplett aus. Die Kuppel und die Bekrönungfigur - Fortuna mit Füllhorn - wurden 1996-1998 wieder hergestellt.

Von hier aus führt ein Tunnel zum Neuen Palais. Wollte der Kaiser im gegenüberliegenden Friedrichsflügel im Winter nicht immer kaltes Essen haben?

Die beiden Communs sind mit einer Kolonade verbunden. Die ist hinter Planen verschwunden und mit einer 700t schweren Konstruktion eingerüstet. Wird wohl noch Jahre dauern um die Kriegsschäden von 1945 zu beseitigen.

Neues-Palais-Sanssouci

Seit 1998 steht Viktoria, die römische Göttin des Sieges, wieder auf der Kuppel der Commun-Nord. Das Holzmodell der Statue stammt von Johann Christoph Wohler d. J. und wurde von Friedrich Jury in Kupfer getrieben. Die Figur ist vergoldet.

Neues-Palais-Sanssouci
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Am rechten Geländer der rechten Freitreppe der Commun-Nord steht dieser Wonneproppen. Eine weibliche Figur mit je zwei Putten sind von den Gebrüdern Räntz geschaffen. Die Lampen sind nicht besonders schön und sehen aus wie aus einer DDR-Produktion, sind aber wohl Originale.

Neues-Palais-Sanssouci
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Hier die Fassade am Ende der Freitreppe des obigen Bildes. Von hier oben geht der Blick über den Kastaniengarten. Den Bäumen geht es wegen der Miniermotte gar nicht gut.

Dahinter liegt das Haus der Hofgärtner mit einer kleinen Orangerie (beide Bilder unten).

Neues-Palais-Sanssouci
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Blick auf den Kastaniengarten

Hofgärtnerhaus

Die Westfassade der Commune-Nord ist gerade frisch renoviert. Der Anbau links davon noch nicht.

Beide Commun und die anderen Gebäude werden von der Universität Potsdam genutzt.

In der DDR wurde nur sehr wenig an den Gebäuden gemacht. So war es ein Schock Anfang der 90er, dass das Mauerwerk der Commun-Süd an der südwestlichen Ecke durch Regenwasser zerstört war nur weil keiner über Jahrzehnte die Regenrinne repariert hat.

Gerade rüber, im schönen ehemaligen Marstall war ein Teil der Telekommunikation der Uni untergebracht, seinerzeit vom Autor geplant.

Symmetrisch zu den Gebäuden des Marstall im Südwesten der Commun ist hier im Nordwesten u. a. jetzt die Mensa der Uni untergebracht.

Beide Gebäudekomplexe sind in ihrer Schlichtheit und den wunderschönen Proportionen eine Augenweide.

Die Westfassade des Neuen Palais (zusammengesetzt aus 2 Fotos) vom Oktober 2009

Hofdamenflügel

Heinrichsflügel

Mittelresalit mit Ehrenhof

Theaterflügelflügel

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Friedrichsflügel

Hauptbau

Südliche Gartenseite

Mittelresalit

Hauptbau

Nördiche Gartenseite

Hofdamenflügel

Die Ostfassade des Neuen Palais vom Mai 2007, die Gartenseite

Hauptbau, Südliche Gartenseite

Neues-Palais-Sanssouci

Südfassade des Friedrichsflügel

Mächtige Kandelaber an der südliche Gartenseite des Friedrichsflügels

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Ostfassade des Friedrichsflügel

Südfassade des Friedrichsflügel

Die erste Skulptur: Zwei Nymphen mit Tuchdraperie und einem Quellkrug, Johann Peter Benckert, Kopie.

Die zweite Skulptur: Weibliche Figur mit Felldraperie, ausladende Geste, Diademschmuck vor Baumstamm stehend...

Figuren an der nördlichen Gartenseite des Neuen Palais.

An der gesamten Ostseite des Schlosses stehen 45 Skulpturen - zweimal gezählt.

Die Fassadenfiguren sind aus Cottaer Sandstein hergestellt. Die meisten sind aus der Zeit von 1763-1769 und wurden rund 100 Jahre später überholt/ersetzt.

Wohl alle Bildhauer der damaligen Zeit konnten sich hier verewigen und Preußens Gloria erstrahlen lassen.

Neues-Palais-Sanssouci
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Mittelresalit, mit 400-mm-Tele aufgenommen, links vom Schloss Charlottenhof, rechts von der Hauptallee

Neues-Palais-Sanssouci

Hauptbau, Südliche Gartenseite. Bild von Mai 2007. Ist jetzt eingerüstet (s. unten).

Gartenseite. Bild von Oktober 2009.

Auffahrt an der nördlichen Gartenseite vor dem westlichen Damenflügel.

Kandelaber

Neues-Palais-Sanssouci

Früher Maimorgen anno 2010