Strömungen und Planktonverteilung im Indischen Ozean


Um zu verstehen, warum die Sichtverhältnisse unter Wasser zu bestimmten Jahreszeiten unterschiedlich sind, reicht ein Blick auf die Falschfarbensatellitenaufnahmen, die die Grundströmungen und die Plankton- und Algenverteilung beider Monsune darstellen.

Die Hauptströmungen des Indischen Ozeans

Die Malediven sind rot umrandet in der oberen Mitte der Satellitenaufnahme dargestellt. Interessant auf diesen Aufnahmen ist außerdem die längste grade Formation auf der Erde, die sich als Unterwassergebirge beinahe in Nord-Süd-Richtung über fast 3000km vom Norden Sumatras aus erstreckt.

Die Windrichtungen sind mit gelben Pfeilen dargestellt. Rot gestrichelt sind die Gebiete, in denen Plankton selbst aus dem Weltall zu sehen ist.

Der Südwestmonsun drückt das Wasser weg von der ostafrikanischen Küste. Dadurch kann nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe emporsteigen (Rote Pfeile), was zu einem explosions-artigen Plankton- und Algenwachstum führt. Das Plankton wird dann von den Winden und den Hauptströmungen über die gestrichelten dargestellten Meeresteile verteilt. Der Südwestmonsun beginnt zwar Anfang April aber es braucht noch bis Ende Mai/Mitte Juni bis das Plankton und die Algen die Malediven erreicht und die Unterwassersicht dann bis Mitte/Ende Dezember verschlechtern.

Der Wind dreht in der ersten Dezemberhälfte auf Nordost. Die Unterwassersicht wird auf den Malediven erst mit einiger Verzögerung Anfang Januar besser. Das Wasser wird glasklar und erlaubt oft Sichtweiten von weitaus mehr als 100m. Hochsaison auf den Malediven. Zu Weihnachten, der anderen teureren Reisezeit, ist erfahrungsgemäß die Sicht unter Wasser noch sehr schlecht. Dafür kann man häufiger Planktonfresser wie Walhaie (in den entfernteren Atollen) und Manta sehen.