Handbuch der Malediven
Seite 46
Fische der Malediven
Familie: Schnapper - Lutjanidae
Schnapper Lutjanidae
Im Deutschen wurden sie auch Meerbarsche genannt. Sie sind jedenfalls echte Barsche mit großem vorstülpbarem Maul und erstaunlich kräftigen Zähnen. Die Tiere dieser Familie sind nicht auf Korallen angewiesen. Sie kommen auch an Felsenküsten und sogar in Flussmündungen vor oder leben im freien Wasser. Viele Arten leben in großen Schulverbänden. Ausgewachsene Fische sind zum Boden hin orientiert. Sogar in Tiefen von über 500 m wurden sie schon nachgewiesen. Tiefer lebende Arten sind meistens rot. Viele der beim beliebten Nachtfischen auf den Malediven gefangenen Fische gehören dieser Familie an. Sie sind gute Speise- und Sportfische und haben durchaus eine kommerzielle Bedeutung. Allerdings können die Schnapper in einigen Gebieten giftig sein. Sie fressen Fische, die ihrerseits giftige Algen zu sich genommen haben. Aber die Fischer kennen sich schon aus und führen die, die unbedingt angeln müssen, zu den richtigen Stellen - hoffentlich schön weit weg.
Schnapper haben oft langgestreckte spindelförmige Körper, allerdings mit recht dickem Schwanzstiel. Es deutet darauf hin, dass sie nicht gerne aktiv, wie z. B. die Füsiliere, schwimmen. Sie schweben eher über den Boden oder über Korallen wie es das nachfolgende Foto der Zweifleckenschnapper zeigt. Es gibt in dieser Familie sowohl tag- wie auch nachtaktive Arten. Alle sind Fleischfresser. Sie leben von kleinen Fischen, Krebsen und Garnelen, andere nur von Plankton.
Das Geschlecht lässt sich äußerlich nicht erkennen und all zuviel ist über die Fortpflanzung nicht bekannt. Alle Arte laichen pelagisch ab, die befruchteten Eier treiben mit der Strömung davon. Die Anzahl der Eier ist riesig, sind aber kleiner als 1 mm. Haben sie eine Größe von 2-4 cm erreicht, siedeln sie sich an, bilden je nach Art Schwärme oder leben alleine. Die Lutjanidae sind eine mächtige Familie und werden in 17 Gattungen mit 103 Arten unterteilt.
Es gibt viele Fische am Riff die ein ähnliches Aussehen haben und es ist immer furchtbar schwer, grade diese großen grauen Fische zu identifizieren. Am besten eignen sich bei diesem dazu hier die gelb umrandeten Augen. Die Schwanzflosse ist mächtig und gibt dem Nachtjäger eine große Anfangsbeschleunigung, wenn er sich auf kleine Fische am Riff stürzt.
Die Jugendform hat auf dem Rücken weiße Flecke, ähnlich dem Jungtier der Trauerschnapper. Gelbaugenschnapper werden bis 55 cm groß und leben in kleinen Schulen am Außenriff zwischen dem Riffdach und 30 m tiefe. Nachts kommen sie zum Jagen auch in die Lagunen. Dort entstand auch die Fotos. Einigermaßen erstaunt ist, sie bei einer ungewöhnlichen Tätigkeit auf dem Riffdach in Ellaidhoo zu beobachtete. Dort stießen gerade alle Acroporakorallen (s. dort) gleichzeitig ihre Eier ab und die großen Gelbaugenschnapper standen mit dem Kopf nach unten darüber und saugten die Geschlechtsprodukte der Korallen gierig ein.
Vorkommen: Indischer Ozean
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Deutsch |
Latein |
Englisch |
Französisch |
Japanisch |
Dhiveli |
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Fam. |
Schnapper |
Lutjanidae |
Snapper |
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Gat. |
Jobfische |
Aphareus |
Aphareus |
. |
. |
. |
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Art |
Aphareus furca |
Blue smalltooth jobfish |
Aphareus bleuatre |
Ishifuedai |
Keyolhu rovvi |
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Art |
Aphareus virescens |
Green jobfish |
Vivaneau job |
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Gat. |
Schnapper |
Lutjanus |
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Art |
Lutjanus biguttatus |
Two-spot banded snapper |
Vivaneau a bande blanche |
Nitensuji-fuedai |
Bodu reendhoo mas |
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Art |
Lutjanus bohar |
Two spotted red snapper |
Vivaneau chien rouge |
Bara-fuedai |
Raiy mas |
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Art |
Lutjanus ehrenbergii |
Black spot snapper |
Vivaneau encrier |
Raiy mas |
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Art |
Lutjanus fulvus |
Twinspot snapper |
Vivaneau queue noire |
Oki-fuedai |
Raiy mas |
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Art |
Lutjanus gibbus |
Humpback snapper |
Vivianeau pagaie |
Hime-fuedai |
Gini mas |
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Art |
Lutjanus kasimira |
Bluebanded snapper |
Vivianeau à raies bleues |
Ishifuedai |
Reedhoo mas |
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Art |
Lutjanus monostigma |
One spot snapper |
Vivianeau pagaie |
Ishifuedai |
Reedhoo mas |
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Art |
Lutjanus vitta |
Brownstrip red snapper |
Vivianeau a bande brune |
Madara tarumi |
Foniya mas |
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Gat. |
Macolor |
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Art |
Macolor macularis |
Midnight snapper |
Vivaneau minuit |
Ishifuedai |
Keyolhu rovvi |
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Art |
Macolor niger |
Black and white snapper |
Vivaneau plate |
Madara tarumi |
Foniya mas |
Das Bild zeigt einen Schwarm Buckelschnapper Lutianus gibbus aufgenommen vor Ellaidhoo 1995.
Die Zweifleckschnapper sind durch die auffällige, zweigeteilte Färbung entlang der Seitenlinie und den beiden weißen Punkten auf den dunklen Rücken leicht zu erkennen. Sie leben auch einzeln aber hier auf den Malediven bilden sie meist nicht allzu großen Schulverbände. Fast wie geduckt ziehen sie über die Korallen hinweg, zielstrebig und ohne sich ablenken zu lassen.
Das Bild oben gibt die Stimmung wieder. Die Männchen werden bis zu 25 cm groß und leben zwischen 3 und 30 m Tiefe als tagaktive Fische dort, wo es Korallen gibt.
Die kommerzielle Fischerei fängt die Schwärme gerne. Die Fische schmecken gut und erzielen einen hohen Preis. Die Populationen verdoppeln sich schnell in nur 15 Monaten.
Vorkommen: Der westlichste Punkt der Verbreitung sind die Malediven. Von dort bis Australien und zu den Salomoneninseln.
Die beiden weißen Flecken kurz unter der Rückenflosse auf jeder Seite des recht hochrückigen Körpers lassen uns diesen Schnapper schon aus größerer Entfernung erkennen. Die Punkte haben sie nur als halberwachsene Tiere. Die Punkte dann genau unter der Mitte der Rückenflosse und am Beginn der Schwanzflosse.
Bei jungen Fischen unter 20 cm sind sie noch nicht vorhanden und bei ausgewachsenen Fisch verlieren sie sich. Sie sind durch die wechselnde Zeichnung schwer zu bestimmen und man kann sie leicht für Riffbarsche halten.
Ist der Fisch erwachsen, lebt er als Einzelgänger und die Flecken sind, wie auf den beiden Bildern unten, verschwunden. Bis zu erstaunlichen 80 cm werden die Zweiflecken- oder Doppelfleckschnapper groß. Sie leben in Tiefen bis 70 m an den Korallenriffen, sind am Riffdach an jeder Insel des hier beschriebenen Gebietes häufig. Sie sind hinter kleinen Fischen und Krustentieren aller Art her.
Vorkommen: Rotes Meer und westlicher Indopazifik.
Größe: 20 cm, Tiefe: 4 m Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987
Größe: 30 cm, Tiefe: 2 m Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995
Kleiner Jobfisch - Aphareus furca (Lacèpéde, 1801)
Als ausgewachsenes Tier hat er einen mehr oder weniger großen schwarzen Fleck an der Seite im hinteren Drittel seines Körpers, der sich bei dem Fisch auf dem kleinen Foto nicht mehr zu entdecken ist. Allerding hilft das in keiner Weise zum identifizieren, weil sehr viele Mitglieder dieser Familie solche Punkte oder Flecke haben. Ob das ein Folgesignal im Schwarm ist?
Er ist einzeln oder in großen Schwärmen zu sehen und fällt mit seinen zitronenfarbenen Flossen auf. Sein Fleisch schmeckt zwar gut aber er erreicht nur eine Größe von 30 cm, so dass er auch auf den Malediven keine kommerzielle Bedeutung für den Fischfang erlangt und nach der Befragung von einigen Inselköchen von den Fischern auch nicht angeboten wird.
Diese Schnapper leben in Tiefen bis 20 m an den Korallenriffen und sie fressen kleine Fische, Krustentiere und auch Plankton. Er ist kein aktiver Schwimmer und legt nur ungern längere Strecken zurück. Jungtiere leben gerne in Mangroven und in Brackwasser.
Vorkommen: Rotes Meer und tropischer Indischer Ozean und Westpazifik.
Viele Fische am Riff haben seinen Körperbau und seine Färbung. Hat man erst einmal ein Foto, ist es ein leichtes, ihn an seinem schwarzem Schwanz mit dem weißen Saum und seinen gelben Brust- und Afterflossen zu erkennen. Ob es ihn häufig gibt, hat man dann allerdings schon wieder vergessen und will beim nächsten Besuch auf den Malediven ganz genau darauf achten.
Es ist eine aber weitverbreitete Art, die bis 40 cm lang wird und vom Riffdach bis auf 40 m Tiefe an tiefen Lagunen und am Außenriff lebt und alles frisst, was Fleisch ist. Die Geschlechter lassen sich äußerlich nicht unterscheiden. Jungtiere sehen genau so aus, nur ist der Schwanz noch nicht so schwarz gefärbt. Sie leben in der Gezeitenzone und schwimmen an den Küsten auch in Flussläufe hinein.
Vorkommen: Rotes Meer und gesamter Indopazifik.
Dieser silbergraue Schnapper mit dem charakteristischen Buckelrücken hat schöne orangefarbene Brustflossen und Augenringe. Er lebt einzeln oder in großen Schulverbänden, die dicht an den Korallenriffen stehen (siehe Bild zur Einleitung dieses Kapitels) und kann bis zu 50 cm lang werden. Die Schulverbände können so groß werden, dass sie über 100 m am Riff verteilt sind und bei Angriffen immer noch den Schutz eines Schwarmes genießen, wie ich es am Außenriff vor Veligandu Hurra im Süd-Male-Atoll beobachten konnte.
Dieser Buckelschnapper auf dem Bild hatte wohl irgend etwas ausgefressen, denn obwohl ein Verband von zwei- oder dreihundert Tieren in der Nähe war, stand er jeden Tag an einem beliebten Riffübergang auf Eriyadhu für Schnorchler ganz alleine herum. Oder wollte er nur ein besseres Leben als seine Artgenossen führen? Denn an dieser Stelle wurde gefüttert. Er war zutraulich geworden und es schien, als schaue er traurig mit seinen großen Augen, wenn nichts für ihn abfiel. Im Allgemeinen kommt man nicht so problemlos an die Buckelschnapper heran, schon gar nicht an die Einzelgänger.
Vorkommen: Rotes Meer und tropischer Indischer Ozean.
Vier blaue, ganz leicht schwarzgeränderte Längsstreifen zieren die gelben Seiten dieses meist in großen Schulverbänden oder in kleinen Gruppen auftretenden Schnappers. Gelb sind auch alle Flossen, wodurch er gut zu erkennen ist. Das er hier als Einzeltier zu sehen ist, ist eigentlich nicht normal und kam daher, dass ich ihn von solch einer kleinen Gruppe getrennt hatte, der er sich aber schnell wieder anschloss.
Er wird bis 33 cm groß. Einzelgänger
Recht selten ist diese Schnapperart in den Gewässern um die Inseln der Malediven. Die Schnapper werden bis zu 60 cm groß und sind, wie fast alle Schnapper, gute und wohlschmeckende Speisefische. Sie leben nicht tiefer als 30 m. Normalerweise sind die Einfleckenschnapper in kleinen Schulen vor den Riffen zu sehen. So ein Einzelgänger wie auf dieser Aufnahme ist wohl die Ausnahme. Dieser Fisch hatte auf dem Riffdach eine Putzerstation im flachen Wasser aufgesucht, wo er für diese Aufnahme gestört wurde. Er versuchte immer im Schatten der leider für Ellaidhoo in den letzten Jahren notwendigen und so hässlichen Korallenmauer zu bleiben und verschwand bald in der nächsten Öffnung in Richtung Riffkante.
Das Foto zeigt ein halb erwachsenes Tier, bei dem der Fleck noch kräftig schwarz ist. Später wird dieser verblassen und die Flossen werden eine leicht gelbliche Farbe annehmen.
Vorkommen: Rotes Meer, Indischer Ozean
Dieser Fisch ist nicht gerade typisch für die Malediven und entsprechend selten. Er lebt in großen tiefen Lagunen und dort habe ich ihn auch angetroffen: in den selten besuchten Lagunen nördlich von Ellaidhoo an der kleinen unbewohnten Insel Magala. Von dort aus muss man ziemlich weit nach Westen schwimmen und erreicht dann, nach dem Überqueren von weiten Sand- und Geröllflächen eine ungestörte Lagunenlandschaft, wo die Welt vor 1998 noch in Ordnung ist.
Dort standen sie am Fuße von größeren Korallen in kleinen Gruppen. Es dauerte lange bis ich bemerkte, dass es eine Art war, die ich noch nirgends gesehen hatte. Anfangs hielt ich die scheuen, 40 cm langen Fische für ausgewachsene Einfleckenschnapper. Aber diese haben keinen so makellos gelben Schwanz und einen, wenigstens noch andeutungsweise zu erkennenden dunklen Fleck auf jeder Seite.
Vorkommen: Indopazifik.
Zweipunktschnapper - Lutjanus biguttatus (Valenciennes, 1830)
Größe: 20 cm, Tiefe: 4 m Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987
Die Gattung Aphareus hat nur aus zwei Arten. Der Kleine Jobfisch ist nicht typisch für die Familie der Schnapper da er ein Einzelgänger ist. Auch jagt er nicht wie seine Verwandten nach Plankton, sondern ist ein richtiger Räuber, der hinter kleinen Fischen und pelagisch lebenden Krebsen hinterher ist. So ist er an den Riffen selten und wenn man dann endlich mal einen sieht, erkennt man diesen unscheinbaren Fisch erst zuhause anhand des Fotos.
Dann allerdings bemerkt man, dass er eigentlich aufgrund seines grimmigen Maules und den sich deutlich abzeichnenden beiden tiefen Kiemenspalten von anderen silbrigen Fischen zu unterscheiden ist. Ihr bevorzugter Lebensraum liegt im tieferen Wasser bis hinab auf 70 m. Sie werden 70 cm groß. Da es einen Kleinen Jobfisch gibt, existiert also auch ein Großer Jobfisch.
Vorkommen: Rotes Meer und gesamter Indopazifik.
E: Blue smalltooth jobfish, F: Aphareus bleuatre, J: Ishifuedai, D: Keyolhu rovvi
E: Two-spot banded snapper, F: Vivaneau a bande blanche, J: Nitensuji-fuedai, D: Bodu reendhoo mas
Der Große Jobfisch Aprion virescens Valenciennes, 1830 in den vielen Jahren leider nur ein einziges mal vor die Kamera geschwommen und diese Begegnung hat nur das unscharfe Foto hier ergeben, weswegen es sich nicht lohnt, diesem seltenen Fisch einen eigene Seite zu widmen. Die Taucher könnten da oft mehr Glück haben, denn sein Lebensraum liegt zwischen 10 und 100 m Tiefe.
Er wird einen Meter lang und lebt in der Nähe von Riffen wo er in schneller Fahrt seine Nahrung erbeutet: Fische, Kraken, Sepias. Diese Art lebt als Einzelgänger und ist sehr scheu.
Es gibt kaum gute Fotos von diesen Fisch.
E: Two spotted red snapper, F: Vivaneau chien rouge, J: Bara - fuedai, D: Raiy mas
Doppelfleckschnapper Lutjanus bohar (Forsskål, 1775)
Beide Bilder zeigen ausgewachsene Doppelfleckschnapper, das obere Bild ist am Tage aufgenommen. Da stehen sie vor der Riffkante und dösen vor sich hin.
Aber sie haben am Riff alles im Auge und lassen sich eine leichte Beute nicht entgehen. Den Schnorchlern weichen sie träge gerade so viel aus wie nötig.
Das untere Bild zeigt einen der Schnapper bei Nacht. Schwamm man mit starker Lampe über das Riff, nutzte dieser Fisch die Panik bei anderen Fischen aus, den der helle Schein bei diesen auslöste.
Immer wieder schoss er äußerst schnell am Schwimmer vorbei und erbeutete Füsiliere und Rotzahndrücker, die an diesen Teil des Riffs zu hunderten Schutz gesucht hatten.
Diese Schnelligkeit und Gewandtheit traut man den am Tage so trägen Schnappern gar nicht zugetraut.
Beide Bilder entstanden 1994 und 95 auf Ellaidhoo.
E: Black spot snapper, F: Vivaneau encrier
Gelbflossenschnapper Lutjanus ehrenbergii (Peters, 1869)
Größe: 30 cm, Tiefe: 3 m Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995
E: Twinspot snapper, F: Vivaneau queue noire, J: Oki-fuedai, D: Raiy mas
Schwarzschwanzschnapper Lutjanus fulvus (Forster, 1801)
Größe: 30 cm, Tiefe: 2 m Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1988
Buckelschnapper Lutjanus gibbus Forsskål, 1775
Größe: 40 cm, Tiefe: 1 m Eriyadhu, Nord-Male-Atoll, 1989
E: Humpback snapper, F: Vivianeau pagaie, J: Hime-fuedai, D: Gini mas
Blaubandschnapper Lutjanus kasimira Forsskål, 1775
Größe: 25 cm, Tiefe: 2 m Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1994
E: Bluebanded snapper, F: Vivianeau à raies bleues , J: Yosuji - fudai, D: Reedhoo mas
Einfleckenschnapper Lutjanus monostigma (Curvier, 1828)
E: One spot snapper, F: Vivianeau églefin, J: Itten - fudai, D: Dhon filohu
Größe: 30 cm, Tiefe: 1 m Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1994
Vittaschnapper Lutjanus vitta Queoy & Gaimard, 1824
Größe: 40 cm, Tiefe: 2 m Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995
E: Brownstrip red snapper, F: Vivianeau a bande brune, J: Madara tarumi, D: Foniya mas
Die Bilder oben zeigen graue, erwachsenen Trauerschnapper, die die größte Länge mit 75 cm erreichen. Sie schwimmen am Tage in einem gewissen Abstand vor den Riffen träge dahin und es scheint, als warten sie auf die Nacht um auf die Jagd nach Fischen und Oktopussen gehen zu können, zwischen 2 und 90 m. Meistens sieht man sie einzeln oder in kleinen Gruppen bis zu zehn Tieren. In der Jugend ist der Trauerschnapper schwarzweiß gezeichnet und hat unregelmäßige weiße Flecken auf dem Rücken. Sie sehen wie die jungen Fische der Gelbaugenschnapper aus. Nur haben sie ein weißes Band an der Stirn und an der Maulspitze.
E: Midnight snapper, F: Vivineau minuit, J: Madara tarumi, D: Foniya mas
Größe: 40 cm, Tiefe: 4 m Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1988
Gelbaugenschnapper Macolor macularis Fowler, 1931
E: Black and white snapper, F: Vivineau plate, J: Madara tarumi, D: Foniya mas
Größe: 60 cm, Tiefe: 4 m Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995
Trauerschnapper Macolor niger Forsskål, 1775
Sie haben dann eine Größe von ca. 12-15 cm. Wachsen sie weiter, verlieren sich die Flecken und sie nehmen das scheckige und fast schon düstere Aussehen an. In diesem Alter sind sie besonders scheu und es ist noch schwerer, nahe an sie heranzukom-men. Das Foto unten zeugt von dem Versuch. Wenn ein Schwarm erwachsener Fische dann traurig und würdevoll vor dem Riff steht, sieht es wirklich aus, als kämen sie zur Beerdigung.
Vorkommen: Südliches Rote Meer und im gesamten Indopazifik.
sollen aber schon mal bis 60 cm Länge erreicht haben. Sie sind aber selten einzeln wie auf dem kleinen Bild zu sehen. Vielleicht besuchen sie dann nur eine Putzerstation worauf der Lippfisch im Vordergrund, der Streifendoctor hinten und rechts der Wimpelfisch fast hindeuten. Diese Art ist auch schon in 250 m Tiefe angetroffen worden.
Vorkommen: Rotes Meer, Indischer Ozean.
Größe: 30 cm, Tiefe: 2m Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1988
Größe: 20 cm, Tiefe: 3 m Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1988
Süßlippen, Seite 45
Füsiliere, Seite 47