Handbuch der Malediven
Seite 35
Fische der Malediven
Ordnung der Panzerwangen - Scorpaeniformes
Rund 20 Familien mit ungefähr 1000 Arten umfasst diese in allen Weltmeeren vorkommende Ordnung der Panzerwangen.
Alle Fische dieser Ordnung haben einen knochigen, quer über die Wangen verlaufenden Steg. Oft ist der Kopf auch wirklich mit knochigen Platten gepanzert. Die meisten Arten bleiben im Wachstum unter 30 cm und nur wenige werden 90 cm oder länger.
Sie leben in kalten Gewässern genauso wie in der Tiefsee, oder, wie die Steinfische, im knietiefen Wasser am tropischen Riff. Viele haben giftige Stacheln was uns aber nicht daran hindert, manche von ihnen, wie z. B. den Rotbarsch, für den besten Speisefisch zu halten, der da in den Meeren schwimm.
Die vielen dem Namen nach bekannten Arten dieser Ordnung sind oft schwieg zu bestimmen. Der Steinfisch ist mit der Auslöser für dieses Buch. Irgend wann wollte der Autor es einfach genauer wissen, was denn nun ein Drachenkopf, ein Falscher oder ein Echter Steinfisch ist, zu deren Giftigkeit auf jeder Insel jeder einen anderen Namen und eine andere Meinung hatte.
Größe: 30 cm, Tiefe: 0,5 m Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 2000
Genau hinsehen: Da ist ein Drachenkopf!
Die Systematik für dieses Kapitel ist angelehnt an "Smith's Sea Fishes", einem Standardwerk aus Südafrika. Wer sich nur für die Fische auf den Malediven interessiert, kann das Folgende überspringen. Hier soll nur kurz von denen berichtet werden, die nicht auf den Urlaubsinseln vorkommen.
Da wäre die Familie der Apolatinidae, den Velvetfischen. Sie kommen garantiert in keinem der Urlaubs-Bestimmungsbücher vor, da diese kleinen benethisch lebenden Fische extrem rah in Tiefen bis 100 m leben, in immerhin 5 Gattungen mit 38 Arten. Sie sehen grimmig aus. Fast zwischen den Augen steht steil der erste Stachel der durchgehenden Rückenflosse empor. Sie bleiben alle unter 10 cm Länge. Sie sind so selten, dass von einer Art nicht einmal die Lebendfärbung bekannt ist. Man hat von diesen bisher nur 5 Exemplare zu Gesicht bekommen.
Ähnlich kurios sind die 10 Arten in 4 Gattungen der Congiopodidae was man mit Pferdefisch übersetzen könnte. Sie haben zu den hohen Rückenflossenstacheln eine kleine Schnauze wie sie Seepferdchen haben, werden allerdings bis zu 76 cm groß und leben in Tiefen zwischen 50 und 150 m.
Ganz anders die Caracanthidae, die im Englischen Coral crouchers, etwa Korallenkauer, genannt werden. Die Größe ist verblüffend: nur 50 mm erreicht der scheibenförmige Körper. Er müsste auch auf den Malediven anzutreffen sein. Diese Art ist nur nicht finden. Er lebt tief in den Korallen wobei er die Arten Acropora und Poecillopora bevorzugt. Er ist praktisch nur zu sehen, wenn die Korallenblöcke gebrochen und aus dem Wasser gehoben werden. Nun gibt es ja keine lebenden Korallen mehr und die 4 Arten in einer Gattung werden wohl ausgestorben sein..
Wieder anders die Tiefwasser-Plattköpfe, die Bembridae. Auch sie müsste es hier geben, man muss nur zwischen 165 und 665 m Tiefe nach ihnen suchen. In 3 Gattungen sind 5 Arten dieser meist roten Fische mit großen Augen bekannt.
Nicht ganz so skurril aber ebenso selten auszumachen sind die Platycephlidae, die Plattköpfe. Zu ihnen zählen die Krokodilfische. Noch nie beim Schnorcheln gesehen. Immer, wenn mir aufgeregt einer an der und der Stelle gemeldet wurde, war es „nur“ ein Eidechsenfisch. Rund 60 Arten in 12 Gattungen leben in Tiefen von 10-100, manche auch in 300 m. Die meist bis 70 cm großen Tiere, einige werden auch größer, sind sehr gute Speisefische. Eigentlich sollte man hier den 1 m großen Indischen Plattkopf, den Platyephalus indicus zwischen 2 und 15 m Tiefe finden. Dieser graue, mit einem riesigen flachen Kopf und kleinen Augen ausgestattete Fisch jagt Krebse, frisst auch schon mal selbst aufgeblasene Kugelfische. So ein großer Fisch dürfte kaum zu übersehen sein.
Da wären dann noch die Stachelplattköpfe Hoplichthyidae, weitgehend unerforschte kleine Tiefseebewohner des Indopazifik mit einigen Arten in einer Gattung. Bekannter sind dann schon die Knurrhähne der Familie Triglidae, Fische mit ziemlich hässlichem Aussehen die mit Hilfe ihrer Schwimmblase Geräusche, die an Vogelstimmen erinnern, erzeugen können. Es gibt sie sowohl in der Nordsee wie auch in tropischen Gewässern. Sie leben in Bodennähe und haben als Speisefische kommerzielle Bedeutung.
Noch ungewöhnlicher, urtümlicher sehen die Gepanzerten Knurrhähne Peristediidae aus, so um die 70 cm große sehr tief lebende skurrile Fische. Man muss halt Glück haben. Einmal, im Südnilandu-Atoll, lag so ein Fisch des Morgens tot am Strand. Die Malediver hatten diese Art auch noch nie gesehen. In "Smith's Sea Fishes" steht er als Nr. auf Seite drin und ein Fax
Dann die Helmknurrhähne der Familie Dacthylopteridae. Sie sind weitverbreitet über den Indischen Ozean und an den prachtvollen, wie Flügel ausgebreiteten großen Flossen leicht zu erkennen. Zum richtigen „fliegen“ über dem Wasser, wie die Fliegenden Fische es können, ist ihr Körper allerdings zu schwer.
Systematik
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Deutsch
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Latein
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Englisch
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Dhiveli
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Französisch
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Japanisch
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| Ord: | Panzerwangen | Scorpaeiformes | Swab | Fanhaa mas | Poisson | |
| Fam. | Skorpionsfische | Scorpaenidae | Scorpionfishes | Fanhaa mas | Poisson | |
| Ufam | Feuerfische | Pteroinae | Pteroinae | Fanhaa mas | Poisson | |
| Gat. | Dendrochirus | |||||
| Art | Kurzflossen-Zwergfeuerfisch | Dendrochirus brachypterus | Shortfin turkeyfish | Fanhaa mas | Poisson | Kirimino 1 |
| Art | Zebrafeuerfisch | Dendrochirus zebra | Zebra turkeyfish | Fanhaa mas | Poisson armée | Kirimino 2 |
| Gat. | Pterois | |||||
| Art | Antennenfeuerfisch | Pterois antenna | Broadbarred firefish | Fanhaa mas | Poisson-scorpion commun | Nettai-minokusago 3 |
| Art | Indischer Rotfeuerfisch | Pterois miles | Devil firefish | Fanhaa mas | Poisson-scorpion commun | Kimiokoze 4 |
| Art | Strahlenfeuerfisch | Pterois radiata | Radial firefish | Fanhaa mas | Laffe porc-épic | Kimiokoze 5 |
| Art | Russels Feuerfisch | Pterois russlelii | Russels firefish | Fanhaa mas | Poisson-scorpion | Kimiokoze 7 |
| Art | Rotfeuerfisch | Pterois volitans | Red lionfisch | Fanhaa mas | Poisson-scorpion | Kimiokoze 6 |
| Ufam | Drachenköpfe | Scorpaenninae | ||||
| Gat. | Scorpaenopsis | |||||
| Art | Buckeldrachenkopf | Scorpaenopsis diabolus | False stonefish | Gaaviha mas | Poisson pierre faux | Sasumakasago |
| Art | Gibbusdrachenkopf | Scorpaenopsis gibbosa | Humoback stonefish | Gaaviha mas | Rascasse bosse | Sasumakasago |
| Art | Fetzendrachenkopf | Scorpaenopsis venosa | Raggy stonefish | Gaaviha mas | Poisson | Sasumakasago |
| Ufam | Steinfische | Synanceiinae | Stonefish | |||
| Gat | Synanceia | |||||
| Art | Warzensteinfisch | Synanceia horrida | Esturine stonefish | Gaaviha mas | Poisson | Ori-darumaokoze |
| Art | Echter Steinfisch | Synanceia verrucosa | Stonefish | Gaaviha mas | Poisson pierre commun | Ori-darumaokoze |
| Fam. | Gepanzerte Knurrhähne | Peristediidae | Grunards | |||
| Gat. | Satyrichthys | . | Poisson | |||
| Art | Gepanzerter Knurrhahn | Satyrichthys adeni | Amoured grunard | Gaaviha mas |
Familie: Scorpionsfische - Scorpaenidae
In dieser großen, in 9 Unterfamilien aufgeteilten Familie gibt es zumindest 3 Bekannte, die wohl ein jeder kennt: die Feuerfische, die Steinfische und die wohlschmeckenden Knurrhähne und Rotbarsche. Alle Fische haben eines gemeinsam: sie sind mehr oder weniger giftig. Viele haben die Schwimmblase zurückgebildet und leben in Bodennähe.
Am Besten sind die Feuerfische zu erkennen, wenn sie auch untereinander nicht so leicht auseinander zu halten sind. Sie sind hier praktisch überall zu sehen. Am Tage muss man nur unter die Korallen schauen. In den Höhlen dort hängen sie verkehrt herum an der Decke und warten auf die Dämmerung wenn ihre Jagt beginnt. Oft sieht man sie im flachsten Wasser an den Korallenmauern der Anleger ihr gefiederähnliche Strahlen ausbreiten. Damit versuchen sie kleine Fische in eine dunkle Ecke zu drängen. Die eingeschlossenen Opfer sehen dann plötzlich einen großen, hellen Durchgang in den sie willig hineinschwimmen - direkt in das durchsichtige, weitgeöffnete Maul ihres Jägers. Manchmal jagen sie auch im Verband und versuchen dann gemeinsam kleine Schwärme von Jungfischen in die Enge zutreiben. Wir finden hier Feuerfische der Gattungen Dendrochirus und Pterois.
Die Gattung Scorpaenopsis enthält mit 20 Arten die Drachenköpfe. Allesamt potthässliche giftige, auf Korallengrund und auch abgestützt zwischen Korallen auf der Lauer liegende Saugschnapper. Der hässlichste aller ist aber der so oft mit dem Steinfisch verwechselte Buckeldrachenkopf Scorpaenopsis diabolus mit seinem breiten Maul. Auch er ist so giftig, dass er nicht daran denkt seinen Platz freiwillig zu räumen. Ärgert man ihn allerdings zu sehr, stellt er die farbenprächtig gelb oder orange gefärbten Innenseite seiner Bauchflossen auf wohl um auf seine Giftigkeit hinzuweisen - und ist am nächsten Tag nicht mehr an der gleichen Stelle anzutreffen. Er ist, wie gesagt, so hässlich, dass er beinahe schon wieder schön ist!
Und dann natürlich die Unterfamilie Synanceiinae mit ihren 6 Gattungen und 10 Arten der Echten Steinfische mit dem giftigsten Fisch überhaupt. Der Synanceia verrucosa ist einerseits nicht so häufig, aber andererseits so gut getarnt, dass er auch von Geübten nicht so leicht entdeckt werden kann. Das beste Merkmal ihn zu erkennen ist das einzige grade und glatte an ihm, die Linie seines fast senkrecht stehenden Mauls. Auch an der Bewegung seiner Augen hat er sich mir schon verraten. Bemoost, veralgt und verkalkt wie der Buckeldrachenkopf ist er der wohl am schlechtesten zu entdeckende Bewohner der flachen Riffteile.
Kaum in die Nähe einer der 110 Arten der Rotbarsche kommt man auf den Malediven, die wohl besten Speisefische überhaupt. Faszinierend, dass sie in der Unterfamilie Sebastinae in der großen Familie der Skorpionsfische ganz nahe verwandt mit den Rotfeuerfischen und den Steinfischen sind und fürwahr, giftig sind auch ihre Rückenstacheln.
Beim Schuppen eines solchen großen Rotbarschs bedeutete ein kleiner Pickser unter dem Fingernagel 2 Jahre Schmerz und Pein. Sie sind so giftig, dass Rotbarsche in Deutschland nur als Filete verkauft werden dürfen. Sie leben in tiefen Gewässern in Bodennähe und sind ein wichtiger Speisefisch. Sie werden mit Handleinen gefangen und erreichen schon mal ein Gewicht von mehr als 50 kg.
Wie gesagt sind alle Arten der Panzerwangen mehr oder weniger giftig. Meist ist das Gift in den ersten Flossenstrahlen der Rückenflosse enthalten. Sie sind mit einem Giftbeutel verbunden, der sich bei dem geringsten Druck wie über eine Kanüle blitzschnell entleert. Auch die Bauchflosse kann je einen Giftstachel und die Schwanzflosse kann drei dieser gefährlichen Waffen haben.
Drachenköpfe haben außerdem Stacheln auf n Kiemendeckeln. Keiner der Skorpionsfische greift allerdings von sich aus an. Das Gift hat es trotzdem in sich. Es ist bei den Rotfeuerfischen zwar sehr schmerzhaft, aber normalerweise nicht tödlich. Anders beim Echten Steinfisch: 30 % der bekannten Unfälle verliefen tödlich.
E: Shortfin turkeyfish, F: Poisson, J: , D: Fanhaa mas
Größe: 14 cm, Tiefe: 4 m Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998
Kurzflossen - Zwergfeuerfisch Dendrochirus brachypterus
Zwischen seinen seitlichen Strahlen spannt sich eine Membrane, die mit einem Streifenmuster in Längsrichtung gezeichnet ist. Diese nachtaktive Art hängt am Tage mit dem Rücken nach unten an Höhlendecken und unter schattigen Korallenästen. Nachts gleitet er aus seinem Versteck hervor und stellt kleinen Krustentieren nach. Er wird nur 17 cm groß und lebt im Bereich der Korallen nachtaktiv bis ungefähr 100 m Tiefe an den Riffen des Indischen und Pazifischen Ozean. Auf den Malediven ist er ziemlich selten.
Im Bild oben ist ein Männchen dargestellt. In seinen Flossen sind 8 Querbänder zu sehen. Sie haben so 6-10. Weibliche Tiere haben nur 4-6 davon.
Vorkommen: Indopazifik, häufig im Roten Meer.
E: Zebra turkeyfish, F: Poisson armée, J:Kirimino, D: Fanhaa mas
Größe: 15 cm, Tiefe: 4 m Veligandu Hurra, Süd - Male - Atoll, 1991
Zebrazwergfeuerfisch Dendrochirus zebra
Größe: 15 cm, Tiefe: 1 m Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1994
Dieser typische Vertreter der Rotfeuerfische hat die giftigen Flossenstrahlen mit einer Membrane verbunden. Es sieht richtig majestätisch aus, wenn er mit der Dämmerung die kleinen Höhlen in dem Wellenbrecher zwischen den Inseln Dhigufinolhu und Veligandu Hurra verlässt und langsam und ohne Eile über den Sandboden schwebt.
Strömungen mag er nicht und weicht ihnen nach Möglichkeit aus. Lässt man ihn ungestört, schwebt er mehr als das er durch eigene Bewegungen schwimmt mit der fast unmerklichen Strömung, mit dem Kopf leicht nach unten geneigt, mit weit abgespreizten Flossen über den Sandboden und versucht, kleine Krebse oder Fische zu ergattern.
Am Riff, auch nicht an den strömungsarmen Innenseiten, sollte man ihn nicht suchen. Eher an Hafenmolen oder Korallenmauern mit vielen Versteckmöglichkeiten. Seine maximale Größe hat er mit 20 cm erreicht. Oft ist er auch paarweise anzutreffen. Die kleineren Tiere sind die Weibchen. Zur Paarungszeit vertreibt das Männchen seine Artgenossen richtig angriffslustig aus seinem Revier. Das Paar steigt dann zur Oberfläche in freies Wasser auf, um gallertähnliche Wolken aus vielen Tausenden befruchteter Eier mit der Strömung davon treiben zu lassen.
Vorkommen: Im gesamten Indopazifischen Ozean und im südlichen Teil des Roten Meeres.
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Rotfeuerfisch Pterois volitans (Bloch, 1787) |
E: Sammara squirrelfish, F: Poisson-scorpion commun, J: Nettai-minokusago, D: Fanhaa mas
Größe: 15 cm, Tiefe: 1 m Vilamendhoo, Ari-Atoll, 2010
Antennenfeuerfisch Pterois antennata
Eigenartig: An einigen Insel waren die Antennenfeuerfische die dominierende Art, an anderen fand man sie gar nicht. Er lebt in ruhigen Lagunen aber wie auch hier an nicht zu strömungsreichen Riffen.
Spreizt er seine Brustflossen ab, sind hellblaue Punkte auf der Membrane zwischen den Flossenstrahlen zu sehen. Seine maximale Größe hat er mit 20 cm erreicht und er ist genauso hinter kleinen Krebsen und kleinen Fischen her, wie alle anderen Feuerfische auch. Sein Lebensraum geht hinunter bis auf 50 m.
Vorkommen: Indischer Ozean von Kenia, Mosambik, den Seychellen, Mascaren, Mauritius und Reunion bis zu den Malediven und Sri Lanka.
E: Devil firefish, F: Poisson-scorpion commun, J:, D: Fanhaa mas
Größe: 40 cm, Tiefe: 8 m Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998
Indischer Rotfeuerfisch Pterois miles (Bennett, 1828)
Schön, geheimnisvoll, gefährlich: Der Indische Rotfeuerfisch ist mit 30 cm einer der größeren. Diese Art ist eng verwandt mit Russels Feuerfisch Pterois russellii, Er hat eine geringfügig andere Färbung. Der Indische Rotfeuerfisch ist in 3-30 m Tiefe anzutreffen. In seinem Jagdverhalten unterscheidet er sie nicht im geringsten von seinen Verwandten. Eine quelle der Bestimmung ist die Seite 371 in "Reef Fish Identification Tropical Pacific" von Allen/Steen/Humann/Deloach.
Vorkommen: Gesamter Indopazifik einschließlich im Roten Meer und im Arabischen Meer.
Größe: 35 cm, Tiefe: 1 m Veligandu Hurra, Süd - Male - Atoll, 1991
Auf den ersten drei Fotos ist der ausdrucksvolle Kopf mit der an eine Kriegbemalung erinnernde Zeichnung ausgewachsener Tiere zu sehen,
Größe: 235cm, Tiefe: 1 m Veligandu Hurra, Süd - Male - Atoll, 1991
E: Radial firefish, F: Laffe porc-épic, J: Kimioze, D: Fanhaa mas
Größe: 20 cm, Tiefe: 0.5 m Vilamendhoo, Ari-Atoll, 2010
Strahlenfeuerfisch Pterois radiata Cuvier, 1829
Größe: 15 cm, Tiefe: 1 m Ellaidhoo, Ari-Atoll. 1993
Dieser Feuerfisch war mal weit verbreitet. Seine langen, leuchtend - weißen Antennen waren an einem intakten Riff im Schein einer Taschenlampe kurz nach Sonnenuntergang häufig zu sehen. Den Tag hat er an der Decke in kleinen Höhlen unter den Korallenstöcken verdämmert, aber kurz vor Sonnenuntergang werden sie unruhig und die weißen Spitzen leuchten unter den Korallen hervor. Nun hat er Hunger und geht auf Jagd nach kleinen Fischen und Krebsen.
Der Lebensraum für den maximal 24 cm langen Strahlenfeuerfisch reicht hinunter bis auf 30 m. Das untere Bild zeigt einen jungen Strahlenfeuerfisch. Sein Körper ist noch nicht so dunkel gefärbt.
Vorkommen: Indischer Ozean von Kenia, Mosambik, den Seychellen, Mauritius und Reunion bis zu den Malediven.
Röhrenmaulartige, Seite 34
Drachenköpfe, Seite 36
Unterfamilie Feuerfische - Pteroinae
Größe: 15 cm, Tiefe: 4 m Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998
Identifikationshilfe
Kurzflossen - Zwergfeuerfisch
Dendrochirus brachypterus
Brustflossen krallenförmig, bräunlich-gelblich
Zebrazwergfeuerfisch
Dendrochirus zebra
Mit zunehmenden Alter immer dunkler
Russels Feuerfisch
Pterois russlelii
Brustflossen sichelförmig, gebändert
Größe: 15 cm, Tiefe: 1 m Vilamendhoo, Ari-Atoll, 2010
Größe: 18 cm, Tiefe: 1 m Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1994
Größe: 15 cm, Tiefe: 1 m Ellaidhoo, Ari-Atoll. 1993
Größe: 30 cm, Tiefe: 1 m Veligandu Hurra, Süd - Male - Atoll, 1991
Größe: 30 cm, Tiefe: 1 m Veligandu Hurra, Süd - Male - Atoll, 1991
Russels Feuerfisch Pterois russelii Bennett, 1831
Fahlfarben mit Bänderung sind die weitabgespreizden Brustflossen, die giftigen Rückenstacheln haben kleine federnähnliche Anhänge. Die durchsichtige Schwanzflosse hat, wie bei vielen Feuerfischen, schwarze Punkte. Sie werden bis 35 cm groß und sind bis 35 m Tiefe auf Sand- oder Schlickböden zu finden.
Vorkommen: Westlicher Indischer Ozean.
Rotfeuerfisch Pterois volitans (Linnaeus, 1758)
In dieser Phase sind die Rotfeuerfische wirklich rot, feuerrot eben.
Auch dieser Fisch zeigte sich lange vor der Dunkelheit am Riff als viele kleinste Fische sich zeigten.
Ganz junge Rotfeuerfische sind fast schwarz.
Dieser hier zeigte sich am späten Nachmittag am Riffdach als viel Plankton im Wasser war und damit viele kleine Fisch.
Skurile Lebewesen mit ausgeklügelter Jagdtechnik.
Größe: 20 cm, Tiefe: 1 m Embudu, Süd - Male - Atoll, 2011
Größe: 20 cm, Tiefe: 1 m Embudu, Süd - Male - Atoll, 2011
Größe: 12 cm, Tiefe: 1 m Embudu, Süd - Male - Atoll, 2011
Größe: 12 cm, Tiefe: 1 m Embudu, Süd - Male - Atoll, 2011
Um den Rotfeuerfisch einiger Maßen beschreiben zu können bedarf es schon mehrere Bilder. Rotfeuerfische sind in der Jugend fast schwarz, dann machen sie ihrem Namen alle Ehre eher sie wieder dunkeler werden.
Rotfeuerfische scheinen nach eigenen Beobachtungen die hier am häufigsten vorkommenden Feuerfische zu sein.
Sie sind nachtaktiv und leben am Riff und in Lagunen bis in Tiefen von 50 m. Jungtiere leben alleine, Die adulten Tiere sind auch mal in kleinen Gruppen zu sehen. Sie werden bis 38 cm groß. Geschlechter sind höchstens an den etwas größeren Männchen zu unterscheiden.
Vorkommen: Gesamter Indischer Ozean mit allen Randmeeren, von Ostafrika bis zumSüden Japans und Australien. Rotfeuerfische sind sogar durch den Suezkanal in das Mittelmeer eingewandert. Der erste wurde 1992 gesichtet.
Größe: 38 cm, Tiefe: 8 m Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998
Häufigkeit
Mag es auch keine empirische Untersuchung sein, aber eine gewisse Aussage steckt schon dahinter. In den Jahren von 1986 bis 2011 wurden hier auf den Malediven 144 Aufnahmen von Feuerfischen gemacht.
Nebenstehend die Anzahl der Arten.
Dendrochirus zebra
Pterois antenna
Pterois radiata
Pterois russlelii
Pterois volitans
14
6
33
4
85
Größe: 15 cm, Tiefe: 4 m Veligandu Hurra, Süd - Male - Atoll, 1991
E: Russe*ls firefish F: Poisson-scorpion, J: Kimioze, D: Fanhaa mas
E: Red lionfisch, F: Poisson-scorpion, J: Kimioze, D: Fanhaa mas