Iran
Ein Land mit großer geschichtlicher Vergangenheit
Klassische Stätten
Ein Land mit uralter Kultur. Die gut erhaltenen Ruinen von Persepolis zeugen davon. Jahrhunderte lang waren die schönen Reliefs zum Teil vom Wüstensand verschüttet und haben sie so geschützt. Am besten erhalten ist die hier gezeigte Ostseite.
Die symmetrischen Reliefs an der Osttreppe zeigen Krieger und eine ebenfalls spiegelbildliche astrologische Darstellung des Frühlingsbeginns. Die Kämpfer mit der runden Kopfbedeckung sind Meder, die anderen Perser. Der Löwe kämpft mit dem Stier. Im Motiv achämenidischer Künstler verdrängt hier das Sternbild des Löwen (Sommer) das des Stieres (Frühling). Auffällig ist die gleiche Körpergröße: Waren früher die Stiere kleiner oder die Löwen größer?
Ein schön herausgearbeitetes Relief eines persischen Gardisten - mehr als 2500 Jahre alt.
An der Nord- und Ostseite der Palastanlage sind jeweils links des Zugangs Inschriften in elamitischer Keilschrift eingelassen. Der Text beginnt mit: "Ich, der König der Könige, der König der Länder vieler Stämme ...." und handelt von Xerxes I., der von 519 - 465 v. Chr. lebte und den Palast wohl nur vollendete.
Ungefähr 70 km nördlich von Persepolis ist das Grab Kyros II (550-529 v. Chr.) in Pasargardae zu sehen. Der Baustil des Grabes gibt auch heute noch Rätsel auf, passt er doch so gar nicht in die achämenidische Grabarchetektur. Das Satteldach der Grabkammer deutet auf eine Herkunft aus dem Norden hin.
Wenn man sich schon im Südosten des großen Landes befand, durfte ein Besuch in der verlassenen Stadt Bam in der Provinz Kerman nicht fehlen. Die Bauten wurden schon immer aus dem einzigen Baumaterial, das das Land hier her gibt, errichtet: aus Lehm. Gegründet in sassanidischer Zeit im 3. -5. Jh. n. Chr. stammen die Bauten jedoch aus safawidischer Zeit aus dem 16. oder 17 Jh.
Der Palast, gleichzeitig Festung, überragt die schon lange verlassene Wohnstadt. Am Rande der historischen Stätten liegen heute die Wohnhäuser der kleinen Wüstenstadt Bam. Natürlich sind die Häuser und Gärten von hohen und dicken Lehmmauern umgeben.
Alle Aufnahmen entstanden im Mai 1978. Die Landschaft am Rande der Dasht-e-Luz, der Wüste des Lichts, lässt erahnen, wie hart hier das Leben ist. Noch ist es in der Nacht empfindlich kalt. Nur die Dattelpalmen halten das aus aber die Früchte sind begehrt im ganzen Land. Am Tage kommt man schon ganz schön ins Schwitzen.
Weihnachten 2003 gab es wieder einmal ein schweres Erdbeben und die Lehmbauten stürzten zusammen. Wie oft im Laufe der Zeit mag das schon passiert sein? Persien liegt in einer tektonisch sehr unruhigen Zone. Aber mit und ohne Erdbeben: Lehmbauten brauchen ihre Pflege. Wasser, Stroh, Lehm und Arbeitskraft und schon ist die Touristenatraktion wieder aufgebaut - falls die radikalen Kleriker es wollen. Wer derzeit hier hinreist, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen...
Tehran
Iran