Reptilien in Costa Rica 3

Ordnung Schuppenkriechtiere - Squamata - Familie Leguane
Ordnung Schildkröten - Testdines - Familie Sumpfschildkröten

Klasse Reptilien - Reptilia, Ordnung Schuppenkriechtiere - Squamata, Unterordnung Echsen - Lacertilia, Familie Leguane - Iguanidae, Gattungen: Iguana, Ctenosaura, Basilicus

Familie Leguane - Iguanidae

Grüner Leguan - Iguana iguana

Costa Rica-Bilder-Echsen-Leguane-Iguana

Grüner Leguan

Diese Tiere sind selten geworden. Ihr Lebensraum ist zerstört und sie schmecken zu gut. Bei der Größe - sie werden um 2 m lang - füllen sie schon mal einen Kochtopf einer hungrigen Familie. Das Fleisch hat die Konsistenz von Hühnerfleisch und schmeckt auch genauso.

Diese Aufnahmen hier entstanden im Nordosten Costa Ricas am Rio San Carlos nördlich von Boca Tapada. Dort lag dieses Männchen mitten auf dem Weg und sonnte sich. Er nickte zwar aufgeregt mit dem Kopf und drohte mit seiner Kehlwamme, ließ sich aber gut fotografieren. Dann verschwand er unter dem Jeep - und fuhr unbemerkt mit. Am nächsten Morgen ragte noch sein Schwanz aus der Abdeckung des Reserverades hervor und irgendwann war er dann verschwunden.

Jedes Tier sieht anders aus. Diese ausgewachsene Iguana lebte in dem riesigen Pochotebaum der dem Hotel in Jacó den Namen gibt. Herunter kam er nur am Nachmittag, wenn es relativ ruhig war. Er sprang dann auf eine 2 m hohe Mauer und frass von den Blättern dort. Das war 2003. Ein Jahr später ist das Nachbargelände gerodet und die vielen Echsen, die bis an den Frühstückstisch kamen, sind verschwunden.

Die Weibchen der Grünen Leguane sind kleiner und haben nicht so lange Rückenstachel wie die Männchen (bis 8 cm). Junge Tiere haben einen dunkel gebänderten Schwanz. Sie jagen alle Arten von Gliedertieren, werden aber mit zunehmenden Alter Vegetarier. Sie leben auf Bäumen. Sie schwimmen gerne.

Junger Grüner Leguan am Stamm eines Pochotebaumes mit der auffallenden schwarzen Bänderung am Schwanz.

Die schöne Färbung haben die Iguanas nur in der Freiheit. Mit zunehmenden Alter werden sie hier einfarbig braun und irgendwann grau. Diese älteren, wohl genährten Herrschaften leben in dem wunderschönen Vogelpark in Alajuela. Der befragte Tierpfleger meinte, sie seien älter als 40 Jahre.

Iguana iguana 2005

Immer seltener sind sie in freier Wildbahn zu sehen. Ihr Lebensraum ist zerstört. Und zeigen sie sich doch noch mal irgend wo, wandern sie sofort in den Kochtopf von Bau- oder Strassenarbeiter. Eigentlich gibt es sie nur noch auf privatem Grund, wo sie gezüchtet werden, meist als Touristenanlockmittel, als Iguana vom Dienst sozusagen.

Die drei Bilder oben entstanden an einer Brücke am nördlichen Dörfchens Muelle de San Carlo ungefähr in der Mitte des Weges vom Poas zum El Arenal. Die Brücke überspannt eine schmale aber tiefe Schlucht aus der hohe Bäume heraus wachsen. Daneben ein Restaurant, das nie Gäste hatte. Dann die Idee, die Tiere nicht aufzufressen sondern zu füttern. Nun sitzen die Iguanas in den Ästen auf Höhe des Brückengeländers und lassen sich seelenruhig mit der billigsten Digitalcamera und mit den ach so hoch auflösenden Handys als kleiner Punkt im Hintergrund fotografieren - oder mit 400 mm Tele.

Jetzt machen die Reisebusse mit den dicken Touristen auf der Fahrt von San José zum El Arenal sogar einen kleinen Umweg und halten hier. Und den Dorfbewohnern ist es verboten, die trägen Tiere abzupflücken.

Schwarzer Leguan - Ctenosaura similis

Schwarzer Leguan

Bei weitem häufiger sind die Schwarzen Leguane in Costa Rica zu finden - stand hier nach der Erkenntnis von 2001 und früher. Es gab sie ja selbst in Jacó an den Bushaltestellen, in der kleinen Hotelanlage und sonst wo.

Und jetzt? 2005? Da muss man schon mit Brad, aus Washington DC, der noch nie hier war, 70 km weit in einen Nationalpark (Manuel Antonio) fahren, um ihm einen Schwarzen Leguan zeigen zu können. Früher waren sie so häufig hier wie Schmeißfliegen auf einem Bauernhof bei uns.

Die Schwarzen Leguane werden mit 1,20 m nicht so groß wie die Grünen Leguane und sie sind auch nicht so auffällig gefärbt.

Männchen haben einen höhren Rückenkamm als die Weibchen. Die Färbung reicht von hellem Braun oder beige bis hellblau-grau mit schwarzen Querbändern , deutlich in der Schwanzregion, verwaschener am Körper. Diese Art färbt sich mit zunehmenden Alter von grau nach schwarz um.

Bei vielen Echsenarten ist der Schwanz brüchig. Der Schwanz des Tieres im nebenstehenden Bild ist schon wieder nachgewach-sen.

Schwarze Leguane leben in großen Verbänden zusammen. Der Anführer ist das stärkste Männchen aber jedes Männchen hat sein eigenes Revier das verteidigt wird. Nur der Anführer wird nicht angegriffen.

Der Kerl im kleinen Bild klapperte morgens die Frühstüchstische ab. Weißbrot, Wassermelone - ok! Aber der Bettler wollte nur eines: am liebsten Banane!

Die Schwarzen Leguane sind Vegitarier. Erwischen sie aber mal eine junge Maus oder, wie auf dem ersten Bild, eine Krabbe, fressen sie auch die. Die Iguana negra leben von Südmexico bis Panama, oft auch an den trockenen Küsten.

Helmbasilisk - Baselicus baselicus

Helmbasilisk

Diese Art wird auch Jesusechse genannt. Im Gegensatz zu Jesus kann man bei ihr sehen, wie sie über das Wasser läuft. Es sieht putzig aus, wie sie mit gemessenen 12km/h hochaufgerichtet mit kräftiger Unterstützung des langen Schwanzes mit den Hinterbeinen hoch aufgerichtet über die Wasseroberfläche saust.

Eduardo hieß der kleine Kerl, der pünktlich zum Frühstück im Hotel Pochote Grande in Jacó erschien und schneller als die Schwarzen Leguane sich seinen Teil schnappte. Aber die Rodung des Nachbargrundstückes ist auch ihm nicht bekommen. 2004 war er nicht mehr da. 2005 gab es überhaupt kein Leguan mehr.

Stirnlappenbasilisk - Basiliscus plumiformes

Stirnlappenbasilisk

Äußerst selten und sehr scheu sind diese Stirnlappen- oder Federbuschbasilisken und man muss schon weit weg aus den dichter besiedelten Gebieten fahren.

Die Aufnahmen gelangen vom Boot aus im Uferschlamm des Rio San Carlos im Norden Costa Ricas und das auch nur, weil er sich bewegt hat. Auch sie können über das Wasser laufen. Die schlanke Echse ist ca. 50 cm lang, tagaktiv und ein guter Kletterer. Sie leben von der Jagd nach kleinem Getier jeglicher Art bis zu Mäusen.

Anolis - Anolis sp.

Anolis

Zur großen Familie der Leguane mit über 700 Arten gehören auch diese kleinen Anolisechsen. Sie waren in 4 Jahren aufmerksamer Suche nur in einer Gegend zu finden: in den Bergen zwischen Parrita und Quepos ab 300m Höhe. Dort an den Bachbetten flitzen sie umher oder sonnten sich auf den warmen Steinen."

Zwei verschiedene Arten der scheuen Anolis fielen hier auf. Die eine, hier auf den Bildern zu sehen, hat zwei Streifen und die andere Art einen durchgenden weißen Streifen auf dem gesammten Rücken (Bild 3). Die Körperlänge ist bei beiden zwischen 5 und 7 cm. Sie sind nur schwer zu bestimmen.

Klasse: Reptilien - Reptilia, Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata, Unterord.: Echsen - Sauria,
Familie: Geckos - Gekkonidae

Familie Geckos - Gekkonidae

Hausgecko - Hemidactylus frenatus

Das Geheimnis der Geckos sind erst vor nicht allzu langer Zeit gelöst worden: Die feinen Härchen zwischen den Zehn sorgen für die Haftkraft an allen Flächen der Finger. Näheres ist im "Handbuch der Malediven" zufinden - demnächst.

Hausgecko

Klasse: Reptilien - Reptilia, Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata, Unterord.: Schlangen - Serpentes, Familie: Riesenschlangen - Boidae

Familie Riesenschlangen - Boidae

Boa - Boa constrictor

Boa

Früher war die Boa eine allgegenwärtige Schlange (auch Abgottschlange) in Mittelamerika. Es verging keinen Tag an dem man nicht eine dieser großen Schlangen überfahren auf den Strassen liegen sah. Auch lebten sie in den riesigen Zuckerrohr-monokulturen in Nicaragua und im Nordwesten Costa Ricas. Dort wurden sie in den bewässerten Feldern sogar besonders groß - bis 5,5 m.

Heute kann man als Tourist alles gründlich durchsuchen. Man wird kaum noch eine Schlange finden. Es gab/gibt ganz schön gifte Schlangen hier. Der Buschmeister Lachesis mutus, eine Grubenotter, ist so eine, oder die Korallenschlange Micrurus nigrocinctus. Wie gesagt, der normale Reisende findet sie nur noch hinter Glas.

Die ungiftige Boa erdrückt ihre Beute: Vögel, Säugetiere. Die Heimat ist Mittelamerika.

Klasse: Reptilien - Reptilia, Ordnung: Schildkröten - Testudines, Unterordnung: Herbergerschildkröten - Cryptodira, Familie: Sumpfschildkröten - Emydidae, Gattung: Trachemys - Schmuckschildkröten

Ordnung Schildkröten - Testudines

Familie Sumpfschildkröten - Emydidae

Rotwangenschmuckschildkröte - Trachemys scripta

Irgendwo an Flussufern, Seen, Tümpeln laufen einem immer Schildkröten vor die Füße, aber blitzschnell sind sie wieder weg. Kaum ein Tier, das so schreckhaft reagiert. Traut man diesen als Träge verschrienen Gesellen kaum zu.

Auf den Bildern unten ist wahrscheinlich die Rotwangen-SchmuckschildkröteTrachemys scripta (engl. Common slider) abgebildet. Von den Großen Seen in USA bis Venezuela.

Schildkröte mit rotem Hals am Ufer des Rio San Carlos

Noch nicht bestimmte Schildkröte - wer kennt sie?

Rhymnoclemys funera  (Schwarze Flussschildkröte)?

Krokodile

Insekten