Vögel in Costa Rica 12
Ordnung Piciformes - Tukane, Spechte und Bartvögel
Viele Bilder dieser Seite wurden auf der Grand Largato Lodge im Norden Costa Ricas nahe der nicaragüensischen Grenze gemacht. Auf der ehemaligen Pfefferfarm fand hier 1996 die Entführung einer Schweizerin und einer Deutschen statt. Der damalige Besitzer kaufte billig Land und fing an, den Urwald zu roden und Pfeffer anzubauen. Aber der Pfeffepreis sank unaufhörlich und so ist ein richtiger Primärurwald erhalten geblieben, einer der wenigen im ganzen Land. Da passt es ja, dass früher bei uns die Familie Ramphastidae Pfefferfresser genannt wurde....
Bananen lockten die Vögel kurz vor Sonnenaufgang bei noch difusem Licht an. Sie kamen aus dem Urwald und von den hohen Bäumen um die Lodge. Aufmerksam beäugten sie das Versteck in 5 m Entfernung. Mit dem 500ter Tele ließen sich die Bilder hier schießen. Am zweiten Morgen auf der Lodge gab es dann keine Bananen - und keine Vögel in einmalig günstiger Position.
Laucharrassari
Oder auch Blaukehl-Grünarassari genannt. Er ist der kleinste Tukan. Die Aufnahmen sind am 22.02.07 östlich vom Poas in ungefähr 800 m Höhe in einem bewaldeten Tal gemacht.
In Arbeit: 12.04.07
Braunrückentukan - Ramphastos swainsonii Chestnut-mandibled Toucan - Tucan de Swainson
Braunrückentukan
Der Braunrückentukan (Swainsontukan) ist mit 56 cm und 750 gr (Weibchen: 52cm und 580gr) der Größte der drei Tukane auf dieser Seite. Hier im Land besteht in den Lowlands südlich des Nicaraguasees und an den Berghängen auf der Karibikseite bis ungefähr 1200m Höhe die größte Chance diesen exotischen Vogel zu sehen. Intakter Wald mit vielen fruchtragenden Bäumen sollte in der Nähe sein. So ein Pfefferfresser räumt schon mal die Eier aus den Nestern kleiner Vögel ab, frisst kleine Schlngen und Echsen, was gar nicht so einfach sein muss: Der Schnabel hat keine Zähne.
Das 2. Bild wurde in den Bergen zwischen Parrita und Quepos 2005 aufgenommen. Der Vogel war in einen alten und offenen Hühnerstall reingeflogen und hat dort neugierig alles Gerümpel untersucht.
Vorkommen: Honduras bis Kolumbien.
Halsbandarassari
Am frechsten waren die Halsbandarassaris. Sie kamen zu Zweit oder zu Dritt, verdrängeten die Tangare und selbst den großen Braunrückentukan. Die Vögel mit dem großen Schnabel leben sowohl von Früchten als auch von Insekten, ja sogar von kleinen Reptilien in und an den Rändern der noch existierenden Urwäldern. Die Arassaris haben enge soziale Bindungen. Sie mögen es nicht, alleine zu sein und leben in kleinen Gruppen von 6 bis 15 Induvidien zusammen. Das geht soweit, dass die ganze Gruppe die Jungvögel umsorgt und gemeinsam füttert. Sie erreichen 40 cm und 230gr.
Verbreitung: Vom Süden Mexikos bis Ecuador.
Regenbogentukan
Warum nur ist der Schnabel des Regenbogentukans (auch Fischertukan) so bunt, dass man ihm diesen Namen verpassen musste? 47 cm und 500gr (Weibchen kleiner) sind seine Maße. Gesellig in kleinen Schwärmen mit 6 Vögeln leben sie in den oberen Regionen der Primär- und Sekundärurwälder von Früchten und kleinem Getier. Wenn sie die Beute schlucken, recken sie den langen Schnabel steil nach oben.
Wie alle Tukane stoßen sie ziemlich laute Schreie aus. Die hier hörten sich metallisch hart an. Sie erinnerten an das Geräuch einer alten Standuhr, die man gerade aufzieht.
Familie Spechte - Picidae
Amerikanischer Eichelspecht
Dieser bis 68gr schwere und 18,5cm große Vogel sucht sich in offenen Regenwädern an Bäumen, Ästen, Lianen und in Ephiphyten Insekten. In totem Holz sucht er nach Termiten, Raupen und Käfern. Er fängt auch fliegende Insekten in der Luft, such sich Nektar in Blüten, frißt sogar Obst und Beeren. Häufig ist er auf der karibischen Seite unterhalb von 700m und im Norden des Landes bis 900m zu finden.
Sein Vorkommen ist zwischen dem Südosten Mexikos bis zum Westen Equadors nachgewiesen.
Familie Bartvögel - Capitonidae
Rotkopfbartvogel
In der Ordnung der Spechte (Piciformes) und der Unterordnung Spechtartige (Picoidea), der Familie der Bartvögel (Capitonidae) ist die Gattung der Zwergbuntbärtigen (Eubucco) mit 4 Arten vertreten.
Logisch, der grimmige Vogel da oben ist ein Männchen, ein Anden- oder Rotkopfbartvogel.
In Arbeit: 08.04.07
...und die Landschaft dazu
Landschaft bei Cariblanco an der Straße von Vera Blanca nach San Miguel, kurz hinter dem Wasserfall, ca. 800m hoch, östlich vom Vulkan Poas.
Hier entstanden die Aufnahmen vom Laucharassari und vom Rotkopfbartvogel.
Einige Kilometer weiter nach Norden schaut man weit über die Lowlands. In 50 bis 60 km Luftlinie ist das Land zu Ende und Nicaragua beginnt. An der Grenze liegt die Gand Lagato Lodge.
Hier entstanden die anderen Aufnahmen. Das traurige ist, das hier war mal richtiger, undurchdringlicher Primärurwald.
Schwalme
Singvögel