Vögel in Costa Rica 10
Ordnung Apodiformes - Segler und Kolibris - Familie Kolibris
Ordnung Trogoniformes - Trogon - Familie Queztal
Ordnung Coraciiformes - Eisvögel und Verwandte - Familie Eisvögel
Ordnung Segler und Kolibris - Adopiformes
Alle Kolibriaufnahmen, die vom Herkuleskäfer und der Vogelspinne auch, entstanden auf ca. 800 m Höhe in einer Soda (kleines "Restaurant" ohne Lizenz für Alkohol), die sich „Kolibristation“ nennt. Sie liegt auf der Strasse zwischen Alujela und dem Vulkan Poas, einen Kilometer hinter dem Wasserfall. Auf einer kleinen Terrasse mit Blick in ein tiefes Tal sind hier ein paar Colaflaschen mit Zuckerwasser aufgehängt, die die Kolibris anlocken. 14 Arten sollen hier herumflattern.
Die dicke Mama dort kocht gut. Für ein paar Colones gibt es stark eingekochtes, hervorragend gewürztes Rind- oder Hühnerfleisch, Platanos oder Yuca, Reis, sauer eingelegtes Paprika, na ja, eher Chilischoten. Urig auf einen Blechteller geklatscht und mit verbogener Alugabel „serviert“ - es schmeckt einfach prima! Nur darf eine Soda kein Bier verkaufen; sie holt es halt vom Nachbarn.
Familie Kolibris - Trochilidae
Diese gut erforschte Familie der Neuweltvögel umfasst 330 Arten, verteilt zwischen Alaska und Feuerland. Den Winter verbringen sie in den wärmeren Regionen. Sie sind an der Art, wie sie fliegen, gut zu erkennen. Ihre Federn irisieren im Licht und sie ernähren sich durchaus nicht nur von Nektar. Ihren Eiweißbedarf decken sie durch kleine Insekten und Spinnen. Kolibris sind zwischen 5,7 und 20 cm groß.
Die einzige Kolibriart, die sich hier oben durch den gebogenen Schnabel auf Anhieb identifizieren lässt. Außerdem ist sie mit 15 cm die größte Art. Man findet sie in der Bergkette, die sich vom Süden Mexikos bis zum Westen Panamas hinzieht. Brüten tun sie in 1500 bis 2400 m Höhe. Außerhalb der Brutzeit sind sie auch bis 400m zu finden.
In der Flasche befindet sich Zuckerwasser
Braunschwanzamazilie
Braunschwanzamazilien sind die am weitesten verbreiteten und am häufigsten vorkommenden Kolibris in Costa Rica. Sie mögen sogar die trockenen offenen Flächen im Nordwesten. Vom Mai bis Januar brüten sie auf der pazifischen und von Oktober bis Juni auf der caribischen Seite. Sie kommen aber auch in den Bergen vor. Das Bild entstand auf ca. 1000m. Verbreitung von Costa Rica bis Ecuador.
Stahlamazilie
Selbst wenn diese Vögel mit 9 cm ausgewachsen sind, wiegen sie nur 4,5 Gramm. Diese Art ist hier recht häufig. Rellativ offene Landschaften, Kaffeeplantagen und Gärten werden gerne besucht. In den Bergen bis hinauf auf 1800 m sucht er Nektar in Bäumen und Blumen. Aus seinem röhrenförmigen Schnabe schnellt die lange Zunge heraus und nimmt den Nektar auf. verbreitung: Westen Nicaraguas bis zum Norden Kolumbiens und Venuzuelas.
Links auf dem Bild ist - zumindest sehr gut auf dem Orginal - die hervorschnellende Zunge zu sehen.
Bindenschwanzeremit
Gut auf der Terrasse mit dem Zuckerwasser sind die Beobachtungsmöglichkeiten der im Wald kaum so auf den Chip zu bekommenden 9 cm großen, 2,6(!) gr schweren, ungeheuer flink herumfliegenden Vögel. So war deutlich zu sehen, wie sie bei vermuteter Gefahr die Kopffedern aufstellen. Bei den Papageien stellen sich dagegen die Nackenfedern auf - wie bei Menschen (wenn sie denn da Federn hätten!).
Vorkommen: Costa Rica bis Equador.
Grünkehlmango
Mit immerhin 12 cm sind diese Kolibris mit 7,5 gr fast schon Schwergewichte. In offenen Geländen mit halbhohen Bewuchs, Mangroven, Kaffeplantagen, Waldränder fängt er in der Luft kleine Insekten und sucht Blüten an bestimmten Bäumen. Soll an der nördlichen Pazifikküste und um den Golf von Nicoja bis zum Rio Tárcoles häufig sein. Verbreitet von Mexico bis Peru.
Viloettkopfkolibri
Eigentlich sollte man vor Hochachtung erstarren: Auf 7,5 cm Länge und 2,8 gr Gewicht sind alle Lebensfunktionen untergebracht und vieles, was die Homoniden nicht können. Körperteile so schnell bewegen, dass das menschliche Auge nicht einmal mitkommt; vom Fliegen mal ganz abgesehen.
Hier oben in den Bergen bis 100m, sagt die dicke Mama (s. oben), sind sie oft am Zuckerwasser. Verbreitung: Honduras bis Bolivien.
Kupferköpfchen
Das Seil ist vielleicht ein Zemtimeter dick und damit ein guter Vergleich zur Größe der kleinen Krallen und des ganzen Vogels: 7,5 cm und 3,2gr! Was mag da eine Feder wiegen? In und an den nassen Nebelwäldern hat er seine bestimmten Bäume deren Blüten der je nach Jahreszeit aufsucht. Werden die auch noch abgeholzt...
Kupferköpfchen gibt es nur in Costa Rica.
Grünscheitelbrilliant
Böse hat er den Eindringling angeschaut. Der war ihm zu nahe an der Futterstelle. Vielleicht will er auch sein Weibchen (unten) verteidigen. Kolibris sind ziemlich rabiat wenn es um ihr Territorium geht. Der Fotograf hat aber trotzdem keine Angst gehabt!
Mit 13 cm und 9,5 gr gehört diese Art zu den Großen unter den Kolibris. Verbreitet von Costa Rica bis Equador.
Ordnung Coraciiformes - Eisvögel und Verwandte
Familie Eisvoegel - Alcedinidae
Grünfischer
Das grottenschlechte Bild fungiert nur als Platzhalter und wird nächsten Februar ausgewechselt - Inshallah!
Rotbrustfischer
Tja, Pech gehabt. 2005 flog nur ein Kingfischer vor die Linse und da gab es kein Licht mehr für ein 400 mm-Tele. Dabei sehen die Eisvögel so lustig aus. Wie Zwergnase. Der riesige Schnabel, der große Kopf, die kurzen Beinchen...
Von 90 Arten weltweit gibt es von Alaska bis Feuerland nur 6. Alle kommen auch in Costa Rica vor.
Papageien
Schwalme