Vögel in Costa Rica 9
Ordnung Colombiformes - Taubenvöge - Familie Tauben
Ordnung Psittaciformes - Handfüßer - Familie Papageien
Ordnung Cuculiformes - Kuckusvögel - Familie Kuckucke
Ordnung Taubenvögel - Columbiformes
Inkataube
Unscheinbar und ohne Bewegung der Taube ist der Vogel kaum zu entdecken. Sie lebt in offenen Geländen am Rand von Siedlungen ortsgebunden mit einem Partner oden in kleinen Gruppen. Sie wurde 1928 das erste Mal in Costa Rica gesehen. Verbreitet vom Südwesten der USA bis Costa Rica.
Ordnung Handfueßer - Psittaciformes
Familie Papageien - Psittacidae
Hellroter Ara
Roter Ara wird er meist genannt, Arakanga wäre richtiger. Egal, jeder weiß, welcher Vogel da gemeint ist: der Ara macao. Viele der auffälligen Tiere sind noch im Parque National Carara zuhause. Da steht man um 5 Uhr auf, ist bei Sonnenaufgang da - und sieht mit Glück 3 oder 4 Vögel in 500m Höhe als rote Punkte fliegen. Its hard to be a tourist.
Die ergriffenen Schutzmaßnahmen für die Arakanga scheinen zu greifen. Einige Male fiel ein Trupp von 5 Vögeln in die Bittermandelbäume in Jacó ein und fraß von den Früchten (Foto oben). Immerhin 25 km südlich vom Park. Die Aufnahme 1 und der "Spaßvogel" ist vom "Monsieur Lafajette", dem Namensgeber einer 2003 pleite gegangenen Strandbar in Jacó. Sie können zwar einige Worte sprechen aber an die Amazonen kommen sie nicht heran (s. weiter unten), ihre hellen, metallischen Schreie sind dagegen weithin zu hören.
Spaßvogel
"Ach, bin ich nicht schön?"
Erfreuliche Entwicklung
Die Schutzmaßnahmen und die Bemühungen der Wiederansiedlung des Hellroten Arakangas zeigen sicht- und hörbaren Erfolg. Überall turnen und krakelen die schönen Aras herum.
2001 waren nur wenig freilebende Aras zwischen Carara und Quepos zu sehen. Es gab sie eigentlich nur im Nationalpark von Carara und in den angrenzenden Mangroven des Rio Tárcoles wo sie ihre Nester haben.
2004 tauchten sie einige Morgen hintereinander in den Mandelbäumen am Strand von Jaco auf.
2005 saßen sie in den Bäumen in Esterillo del Oeste zur Freude der Bewohner auf. Hier einige Bilder aus 2005:
Gelbbrustara
Achtung: Lebt hier nicht in Costa Rica! Aber so ein exotischen Kerl kann man nicht einfach weglassen wo er doch halb frei im Vogelpark von Alajuela sich so gerne mit den Besuchern unterhält.
Grauwangenpapagei
Beide Vögel kamen zusammen zur Futterstelle morgens um 6 Uhr (!) in der Largato Lodge im Norden am Rio San Carlos. Der Vogel oben ist sicher ein Grauwangenpapagei aber unten? Ein Jungvogel der gleichen Art? Er lebt in den Lowlands an beiden Küsten und in den Bergen bis 1600m. Verbreitet von Süden Mexicos bis Ecuador.
Gelbnackenamazone
Den Keks wollte die junge freilebende Gelbnackenamazone ja soooo gerne haben aber letztendlich hat er sich doch nicht von seiner Palme herunter getraut, früh am Morgen in Costa Brava zwischen Jacó und Quepos. Sein Gefieder ist deutlich dunkler als bei den ausgewachsenen Tier oben. Die Amazona auropalliata ist selten und gibt es nur an der trockenen Pazifikküste vom Süden Mexikos bis zur Mitte Costa Ricas.
Mülleramazone
Fotograf männlich, Amazone weiblich? Schäckerlise! Wenn Geschlechtsbestimmungen bei Papageien nur so leicht wären - sie sind fast unmöglich. Was Papageien so symphatisch macht ist ihre unendliche Neugier.
An den weißen Augenumrandungen sind diese Schwätzer leicht zu erkennen und heißen wohl deswegen Mülleramazone. Die Amerikaner nennen sie Mealy Parrot - mehlige Amazone, im Spanischen dagegen Grüne Lora (Loro Verde). Also die Amazona farinosa braucht unbedingt Gesellschaft. Sie fliegen in Schwärmen von 15 - 20 oder gleich mit 100 Tieren und halten die Schnäbel nie geschlossen. Ein Geplapper ist das!
Wo es zwischen dem Süden Mexikos und Brasilien feucht-warm ist, kann man sie hören - äh, sehen.
"Sprichst du mit uns?"
"Der geht weiter! Da streuben sich ja die Federn!"
Gelbstirnamazone
Genannt: Lora! Vier ganze Jahre lang Herrscher über das Haus, deren Bewohnern, zwei Schäferhunden, mehreren Katzen und allen Besuchern, deren Lache und Tonfall man ja bis zur Parodie nachmachen konnte. Der (oder die?) größte Halunke, der je als Vogel gelebt hat.
Der Wortschatz reichte im Deutschen bis zu 30 Wörtern, die zielgenau eingesetzt werden konnten. Dreißig mal hintereinander, immer lauter werdend "Guten Morgen, Lora" bedeutete zu Anfang: Ich habe hunger. Ab Ruf 25: "Verdammt, ich will jetzt was zu Fressen haben - und zwar sofort!!!"
Er stammt aus dem riesigen Vulkankrater bei Managua, Nicaragua, rechts an der Straße nach Masaya. Heute heißt der Vulkan Masayavulkan, früher Santiago. In der Ebene tut sich ein Loch auf, 100m tief, 300 im Durchmesser, unten brodelnde Lava. Garantiert: jede Woche ein Erdbeben. An den senkrechten Hängen nisteten diese Papageien. Da wurde Lora aus dem Nest genommen und auf dem Mercado Oriental für 10 US$ verkauf.
Irgendwo in der Ecke da unten treibt Lora bestimmt noch jetzt sein Unwesen. Unvergessen, dieses liebe Mistvieh!
Rotstirnamazone
An d
Ordnung Kuckucksvögel - Cuculiformes
Glattschnabelani
Der Alptraum eines jeden Fotografen: Schwarzer Vogel vor dunklem Hintergrund und 3 Sekunden Zeit zum Einstellen. Nach 4 Sekunden war der seltene Vogel wieder weg. So ist es: In der Camera war das Programm „Landschaft“ gewählt, die Empfindlichkeit stand auf 100 statt 400 DIN und eigentlich war die falsche Linse drauf. Aber nächstens auf dem Rio Tárcoles....
Es gibt noch eine kleinere, sonst gleich aussehende Art im Land, C. sulcirostris. Aber die hält sich nicht in den Mangroven auf. Der Brillenkauz ist 35 cm lang bei 115 gr Gewicht (C. sulcirostris : 30cm/80gr). Verbreitung: Florida, Karibik, Mittelamerika bis Argentinien.
Riefenschnabelani
Na, ja, hat ja nicht so richtig geklappt mit der obrigen Vorhersage. Der Glattschnabelani ist nicht mehr vor die Linse geflogen. Dafür sind die Bilder von seinem Verwandten besser geworden.
Was denkt man so im Frühling bei uns zu Hause im Wald, wenn der Vogel seinen Namen klar und deutlich ruft? Klar, kennt man: Kuckuck. Das es aber weltweit 127 Arten vom Kuckuck gibt, ist vielleicht nicht jedem bekannt. Die hier, aus der Unterfamilie der Madenhackerkuckucke, das sei zur Entschuldigung gesagt, sind Neuweltvögel und leben vom Süden der USA bis zum nördlichen Teil Chiles und Argentiniens. Sie legen keine Eier in fremde Nester.
Sie sehen aus wie schwarze Papageien und können auch nur schlecht fliegen. In der Nähe von Weidevieh - sie hacken denen schon mal Zecken vom Rücken - suchen sie nach Heuschrecken und anderen Insekten. Bei der Nahrungssuche sind sie viel zu Fuß unterwegs und haben den watschelden Gang von Papageien.
Moewen
Kolibris