Vögel in Costa Rica 3
Familie Kormorane
Ordnung Ruderfüßer - Pelicaniformes
Familie Kormorane Phalacrocoracidae
Kormorane gibt es überall auf der Welt wo es Fische gibt, im Süßwasser oder in den küstennahen Gewässern der Weltmeere. Sie sind bei Fischzüchtern und Anglern so beliebt wie Stare im Kirschbaum, weil bei uns ja das Denken vorherrscht, die Produkte der Natur seinen nur für die Menschen da.
Nur eine Art von 46 weltweit bekannten Arten kommt in Costa Rica vor: Phalacrocorax olivaceus, die Olivenschrabe - auf deutsch ein furchtbar hässlicher Name für den Kormoran.
Sie werden 1,1 kg schwer und haben eine Spannweite von 66 cm. Die Aufnahme stammt vom Rio Tárcoles. Alle Vögle dieser Familie müssen nach Kontakt mit dem Wasser ihre nicht total wasserabweisende Federn trocknen und so sieht man sie häufig mit weit gespreizten Flügeln in der Sonne hocken.
Die gefräßigen Vögel haben intelligente Jagdtechniken entwickelt. Sie treiben kleine Fischschwärme in einer Reihe fliegend in flaches Wasser um sie leichter erbeuten zu können. Ihre Brutkolonien in hohen Bäumen umfassen schon mal beängstigende 400 Brutpaare. Wenn jeder Vogel, nur mal angenommen, pro Tag ein Kilogramm Fisch frisst, sind locker 800 kg Fisch täglich verschwunden.
Aber die Flüsse und die Küstengewässer in den Tropen geben das (oder gaben es über Jahrtausende) her. Der mickrige See in Meck-Vorpomm mit der knausrigen Fischzucht vielleicht nicht. Die wollen dort jedem Kormoran den langen Hals umdrehen. Dabei waren die Vögel viel eher da.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom äußersten Südwesten der USA bis zum Süden Südamerikas.
Pelikane
Fregattvogel
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Olivenschrabe |
Phalacrocorax olivaceus |
Olivaceous Cormorant |
Pato de Agua |
Zur Nachtzeit faßt der Kormoran
zu gerne die Kormoranin an,
die dieses, wenn auch ungern, duldet
da sie ihm zwei Mark fünfzig schuldet.
Robert Gernhardt