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Dom
Pergamonmuseum
27. Juli 2007, 12:35 Uhr - Canon EOS 5 D - Canon Zoom Lens EF 24-105mm - 1:4 L; IS, UMS (50mm) - f11, 1/320 sek, 100 ISO
28. August 2007, 13:47 Uhr; Canon EOS 5 D; Canon Zoom Lens EF 24-105mm; 1:4 L; IS, UMS (105 mm), f8; 1/400 sek, 100 ISO
Zusammengesetzt aus 3 Aufnahmen (HDR) um das letzte Sonnenlicht zum Leuchten zu bringen
Auf der Bronzetafel am Reiterstandbild des Großen Kurfürsten (Friedrich Wilhelm von Brandenburg, 1620-1688) im Bodemuseum steht:
"Errichtet unter König Friedrich II. im Jahre 1703. Der Sockel erneuert unter Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1896"
Beeindruckend die Große Kuppelhalle mit dem Reiterstandbild
Die Fasade am Kupfergraben
Aufnahme vom Mai 2009, 20:15 Uhr. Erst ein Kran am Pergamonmuseum
Allegorien der Künste auf der Attika, April 2007
Die Kleine Kuppelhalle im Rokokostil am Ende der Hauptachse des Gebäudes
Einige Schätze des Bodemuseums
Modell des Reiterstandbildes vor dem Schloss Charlottenburg im Obergeschoss des Bodemuseums
Das Bodemuseum erhielt 1956 diesen Namen. Zurecht, denn Wilhem von Bode brachte den Gedanken, ein Kunstmuseum zu bauen, um 1871 am königlichen Hof ein. Von der Eröffnung 1904 war es das Kaiser-Friedrich-Museum nach Friedrich III., dem 99-Tage-Kaiser. Das der Name der DDR nicht gefiel kann man sich denken.
Wilhem von Bode (1845-1929) war bedeutender Kunsthistoriker und Museumsfachmann. Er wurde Generaldirektor des Museums und 1914 geadelt.
Der Architekt des Hofes, Ernst von Ihne, baute das Museum auf dem schwierigen, dreieckigen Gelände in nur 5 Jahre (1898-1904) im Stile des Neobarocks, verblendet mit dicken Quadern aus Schlesischem Sandstein.
Das Haus ist trotz des dreieckigen, ca. 6000 Quadratmeter großen Gelände, vollkommen symmetrische gebaut worden. Fünf Innenhöfe bringen Licht in den hinteren Teil mit vielen kleineren Nebenräumen.
Im Krieg wurde der Bau stark zerstört.
Gegenüber im Monbijoupark stand ein Bunker mit Flak auf dem Dach, so dass Treffen nicht ausblieben.
Die Idee
Der Bau
Die Instandsetzung
Der Große Kuppelsaal
Stand: 07.11.2011
Die Ausstellungen
Rechte Treppe in der Großen Kuppelhalle
Die Kameckehalle mit den Figuren vom Dach der ehem. Kamecke-Villa in der Dorotheenstraße
Das Reiterstandbild
Die Kameckehalle
Die Kleine Kuppelhalle
Selbst wer sich vielleicht nicht brennend für Byzantinische Kunst interessiert wird bei einem Besuch des Bodemuseums alleine von der Schönheit der Räume gefesselt sein.
Man muss zu ihnen aufblicken, auch noch, wenn man die schön geschwungene Treppe erklommen hat: zu 6 Marmorstatuen.
Sie bilden Friedrich der Große und fünf seiner Generäle ab.
1711 bis 1712 wurde nach Plänen von Andreas Schlüter für den preußischen Staatsminister und Generalpostdirektor Ernst Bogislav von Kameke in der Dorotheenstraße 24 ein Landhaus mit großem Park direkt an der Spree gebaut, damals am Rande der Stadt.
Der 2. Weltkrieg hat nur die hier ausgestellten Figuren vom Dach des Mitteltracktes übrig gelassen.
Das Original des Reiterstandbild des Großen Kurfürsten steht seit 1952 im Ehrenhof des Schloss Charlottenburg. Ursprünglich stand es in unmittelbarer Nähe des Berliner Schlosses an der Rathausbrücke (früher Kurfürstenbrücke).
Anderas Schlüter hat es 1696/97 erschaffen. Es ist aus einem Stück in Bronze gegossen und gilt als schönstes barockes Reiterstandbild im deutschsprachigen Raum.
Der Großen Kurfürst hatte 1675 die Schlacht bei Fehrbellin gewonnen und ist hier in einem Gewand eines römischen Feldherren dargestellt.
Der Große Kurfürst schaffte durch seine umsichtige und reformfreudige Regierungspolitik die Voraussetzung zum Aufstieg von Brandenburg-Preußens zur Großmacht Preußen.
Es war ein Reiterstandbild Kaisers Friedrich III., 1831-1888, (99-Tage-Kaiser). Das Standbild (s. u.) wurde im 2. Weltkrieg zerstört, schrieb der Historiker netter weise im November 2011. Das Reiterstandbild wurde 1904 enthüllt. Die in der Kunstszene damals nicht sehr gelittene Rudolf Maison hat es geschaffen.
Der hohe Sockel war aus poliertem roten Granit und hatte nur wenige Einschußlöcher. Wo der schöne Sockel abgeblieben ist, ist nicht heraus zu bekommen. Nur Kindheitserinnerungen bleiben...
Wer helfen konnte?
Ein Kunsthistoriker!
Zögerlich begann in den späten 50ger und in den 60ger Jahren der Wiederaufbau des schwer mitgenommenen Bauwerks.
Zwar wurden in Teilen wieder Exponate gezeigt, aber die Restaurierung zog sich bis 1987 hin - und musste 1997/98 Generalinstandgesetzt werden, dieses mal Denkmalgerecht
Erst seit dem 19. Oktober 2006 ist das Bodemuseum für die Öffentlichkeit wieder zugänglich.
Die Räume
Ein eindrucksvolle Abfolge von Räumen entlang der Hauptachse durchzieht das Haus.
Zur Orientierung: Im Grundriss oben fließt die Spree, unten der Kupfergraben. Rechts durchschneidet die Trasse der Stadtbahn die Museumsinsel.
(Von der Basilika im Stile der italienischen Renaissance sind derzeit (Nov.2010) noch keine Fotos hier zu sehen.)
Das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten im Bodemuseum ist ein dünnwandiges Abbild des Original am Charlottenburger Schloss, eine galvanoplastische Kopie. Diese Technik erlaubt es mit Hilfe von Gleichstrom von leitenden Formen dünnwandige Hohlkörper herzustellen.
Diese Technik wurde 1837 von Moritz Hermann von Jakobi entwickelt. Vom Original wird ein Wachsabdruck genommen und der wird mit Lacken leitfähig gemacht. Im Galvanikbad lagert sich darauf das Metall für die neue Figur ab, es entsteht ein Unikat.
Das Standbild oben ist aber erst 1904 angefertigt worden. So passt meines Erachtens die Tafel mit der Jahreszahl 1703 eher zum Original von Andreas Schlüter am Charlottenburger Schloss und nicht hier her. Das wurde nämlich geschaffen in den Jahren von 1696-1697 und im Gießhaus am Kupfergraben von besagtem Jakobi 1700 gegossen. 1703 wurde es dann aufgestellt.
Das vermisste Reiterstandbild
Der Eingangsbereich
Das Kaiser-Friedrich-Museum mit Reiterstandbild in den Jahren*:
1901
1910
1930
1951
Seit ca. 1950 ist das Denkmalsockel nicht mehr an seinem Standort. Die Spuren des Sockels sind im Pflaster noch zu sehen.
*Quelle der 5 Bilder: Wikipedia
Basilika (Bilder fehlen noch)
Das Bodemuseum beherbergt die "Skulpturensammlung und Museum für Bezahntes Kunst" - so der offizielle (holprige) Name und das Münzkabinett, das ca. 4000 Münzen und Medallien zeigt.
Die Skulpturensammlung ist die weltweit größte und bedeutendste Sammlung von Skulpturen der abendländischen Kultur. Sie reicht von der Spätantike bis zum preußischen Klassizismus. Es sind an die 1000 Groß- und ca. 700 Kleinplastiken ausgestellt. 150 Gemälde aus der Gemäldegalerie sind wirkungsvoll arrangiert.
Das Reiterstandbild