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Berlinfoto: Holocaust-Mahnmal und Beton - In Arbeit!

Berlinfoto-Holocausmahnmal

Brandenburger Tor

Gendarmenmarkt

Es gibt Denkmäler, die berühren. Dieser pure Beton hier kann es jedenfalls nicht.

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Dem Projekt "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" - wie das Holocaust-Mahnmahl offiziell heißt - ging eine der längsten und ziemlich schmutzigen Kampanen im Nachkriegsberlin voraus.

Der Keis um Lea Rosh hat nach 10 Jahren gewonnen.

Nur Berlin hat nichts gewonnen, hat 19.000 m2 bester Cittylage verloren, begraben unter häßlichen, grauen Beton, etwas, was wir ja nun gar nicht in der Stadt haben.

Da ist den Berlinern etwas mit Macht aufgedrängt worden, was nie in den Herzen ankommen wird, zu überflüssig, zu monumental, zu zusammenhangslos.

Die Meinung in der Stadt nach 10 Jahren Hick-Hack in der traditionell vollkommen zerstrittenen Jüdischen Gemeinde ging soweit, dass der Streit dem Gedenken an die ermordeten Juden mehr geschadet hat, als das Mahnmahm je wieder gut machen kann, meinten nicht wenige.

Selbst der steinreiche Ignatz Bubis, bekannt geworden durch den Abriss der Gründerzeitvillen im Frankfurter Westend ("Häuserkampf"), hatte das Mahnmal als überflüssing bezeichtet. Es gäbe ja in Deutschland genug davon.

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2711 "Betonklamotten" sollen Emotionen wecken. Na, dann man los...

Von den 2177 Betonquadern haben 1xxxx nach 2 Jahren Risse! Stolze Leistung.

8,5 Millionen Besucher soll der Beton angezogen haben. Das ist einer davon. Aus den USA. Seine Meinung: negativ!

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Steckbrief

1988 - Idee zum Mahlmal von Lea Rosh

1994 - Ausschreibung Wettbewerb

1995 - Kohl lehnt Sieger ab

1997 - Neue Ausschreibung

1998 - Eisenman/Serra gewinnen. Nach vielen Äderungen zieht sich Serra zurück. Kohl setzt ganze 40 Bäume durch! Streit um Eisenman I, II und III

1999 - Bundestag beschließt Denkmal

Schön

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Die Deutsche Bauindustrie und Beton

Geht man auf die Seiten von Baufirmen, dann ist die Welt in Ordnung. Da wird er Beton "beprobt", "betontechnologisch" untersucht - nur halten tut das Zeug nicht mehr.

Zu West-Berliner Zeiten war das gut zu beobachten. Da teilten sich wenige Firmen mit fast mafiösen Methoden den Markt hier, bildeten Kartelle, lieferten puren Mist, wurden verknackt - und machten weiter. Zu leiden hatte u.a. der

Sozialer Wohnungsbau.

Häuser, die z. B. 1976 gebaut wurden, mussten 20 Jahre später dringend der Beton saniert werden.

Autobahnen

aus Beton bekommen "Betonkrebs". Warum, das ist seit 50 Jahren bekannt. Es ist die "Alkali-Kieselsäure-Reaktion". Es bildet sich ein Gel im Beton, das sich bei Feuchtigkeit mit ungeheuer Kraft ausdehnt und den Beton nach 3 bis 10 Jahren zerbröseln läßt. Die Kieselsäure ist in bestimmten Steinen enthalten und reagiert mit dem Alkali aus dem Zement.

Wer pennt da, wer verdient da - warum wird nicht gehandelt? Können oder wollen die keinen haltbaren Beton in Deutschland mehr herstellen? Der ADAC meint, es seien derzeit 350 km Beton-Autobahnen betroffen, der Kilometer zu ca. 1 bis 2 Millionen Euro Sanierungskosten.

Brücken

Ein gutes Beispiel ist hier die Spandauer-Damm-Brücke, ebenfalls in Berlin. Von Mai 2008 bis vorraussichtlich Dezember 2010 musste sie total für 36 Mio. € werden. Dabei wurde sie erst 1963 neu erbaut. 16.000 qm Beton der Klasse C30/37 werden benötigt.

Wie sehr man der Industie immer noch misstrauen muss, ist daran abzulesen, dass ein Beauftragter des Senats von Berlin die Betonrezeptur überwachen muss. Da erhebt sich doch die Frage, warum selbst die Stützwände der Auffahrten nach 47 Jahren erneuert werden müssen. Haben die Firmen damals nur betrogen?

Schienenschwellen

Die Eisenbahn-Strecken von Berlin nach Norden haben es insich. Was hat der Westen gelacht als der DDR die Schwellen nach kurzer Zeit wieder zu Sand zerfielen. "Zement für die Datschen abgezweigt, was?"

Dann baute die Deutsche Bahn die ICE-Strecke nach Hamburg aus. Und was passierte? Genau, nur ? Jahre haben die Schweller gehalten. Warum lacht denn keiner? Ein Glück, dass die Magnetschwebebahn verpennt wurde. Da wäre mehr von dem Bröselzeug verbaut worden.

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Der Riss geht nicht nur durch den Beton

Ist doch kein Kaese!

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