Hackescher Markt
Da hat uns der Stadtkommandant Graf von Hacke Mitte des 18. Jahrhunderts etwas eingebrockt. Alle Architektur- und sonstige notorische Stadtkritiker waren sich ausnahmsweise mal einig: von Hacke war wohl mehr Graf als Stadtbaumeister!
Ein verwaschenes Fünfeck oder doch mehr Zufall? Der Platz hat keinerlei Ausstrahlung, zur Zeit seiner Entstehung nicht, erst recht nicht zu DDR-Zeiten und auch jetzt nicht, selbst mit Touristen aus aller Herren Länder.
Aufnahme vom 28.08.2007. Was ist los? Hier wird ja gar nicht gebaut!
D
Der S-Bahnhof gehört zu den schönsten in Berlin. Jedenfalls ist er der älteste an der Stadtbahn. Entworfen hat ihn Johannes Vollmer, der viele Industriebauten verantwortlich zeichnete.
Der Baubeginn war 1878 und eingeweit wurde er am 7. Februar 1882.
Was hatte er nicht schon alles für Namen: ab 1882 Bahnhof Börse, ab 1951 den falschen aber sozialistischen Namen "Marx-Engels-Platz" und der war mindestens 500 m weit weg auf der anderen seite der Spree vor dem ehemaligen Schloss und dem Dom.
Seit 1992 heißt er nun Hackescher Markt.
Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz.
Der Dom zu Berlin
Monbijoupark
Na bitte, geht doch. Gefühlt alle 2 Jahre wird hier alles wieder aufgerissen. Die Aufnahme ist vom 22.10.2008.
Der S-Bahnhof Hackescher Markt steht unter Denkmalschutz
Nur wenige Meter am südwestlichen Ausgang des S-Bahnhofs Stand die Berliner Börse die dem Bahnhof 1882 den ersten Namen gab.
Die Börse fiel, wie so manches hier, dem Krieg zum Opfer. Erst 2001 wurde das gelbe Haus (am rechten Bildrand) auf dem Gelände errichtet.
Die Gründung der Berliner Börse geht auf Kurfürst Friedrich Wilhelm im Jahr 1685 zurück. Die Börse wurde aber hier erst 1865 gebaut als die Gegend durch den Bau der Stadtbahn aufgewertet wurde.
Die gelben Klinker und und die farbig abgesesten Muster in den Mauern, sowie die kunstvoll gemauerten runden Fenster geben dem S-Bahnhof ein schönes Flair.
Mitten in Mitte
Wer mal Mitte des vorvorigen Jahrhunderts auf die Idee kam, die Stadtbahn über diesen schönen Gewölben zu bauen, sollte den Nobelpreis posthum bekommen
Eine Idee auf die in der SBZ mangels Ware und unterdrückter Initiative keiner kam: Ein Markt
Gefühlt: 5% Berliner, 20% Zugereiste, der Rest Turo-risten...
Immer wieder das Bahnhofsgebäude. So schön kann man Zweckbauten errichten!
Ihr Archis von heute: Schämt euch!
Auf der Rückseite des Hacheschen Marktes: Seit DDR-Zeiten ein Straßenbahnknotenpunkt
Mancher Gastronomiebetrieb bleibt für immer, manche wechseln schneller als man essen kann