
Eine unwahrscheinliches Land!
Im Gangesdelta. Die Sundarbans-einst Heimat der Bengaltiger. Fotos und Infos.
Tschuldigung:
Richtige Baustelle!
Stand: 05.2007
Hier eine Sattelitenaufnahme des Gangesdeltas, 6.000 qkm davon Sundarbans genannt. Das war oder ist die Heimat der Bengaltiger. 300 der mächtigen Katzen sollen hier noch leben - gezählt an Hand der Spuren. Allein: der Autor glaubt es nicht! Das dicht besiedelest Land der Erde soll gut sein für 300
Tiger http://de.wikipedia.org/wiki/Tiger#Unterarten und ihrer Beute - ein schier unermeßlicher Futterbedarf! - noch Platz haben? Hier, wo jede Sandbank, wenn sie auch nur 5 cm aus dem Wasser schaut, sofort für Reisanbau und ab 7,5 cm zu Wohnzwecken genutzt wird?
Jetzt spinnen sie aber!
Der eingesperrte Kerl da oben kann eigentlich zufrieden sein, er, im Tierpark Friedrichsfelde zu Berlin. Seine Heimat liegt in dem dunklen Teil des Bildes links oben, zwischen Indien und Bangladesh.
Gezeitenabhängige Entwässerungsgräben überall
Das soll nun das Reich des Bengalischen Tigers sein? Hier kann ja nicht mal ein Hund überleben! Überall Wasser mit meterdickem Schlamm auf dem Grund. Hier war also einst der größte Mangrovenwald der Erde? Wieder ist ein Jugendtraum zu begraben.
Nicht selten schimmert Öl auf der Wasseroberfläche, abgelassen von den Seelenverkäufern im Hafen von Mungla.
Wenn es irgendwo weit weg im Himalaja kräftig regnet - in der Monsunzeit schon mal monatelang - bringen die drei riesigen Ströme Ganges, Brahmaputra und Meghna so viel Wasser in das größte Flussdelta der Erde, dass hier wirklich jeder nasse Füße bekommt. Wenn dann noch zeitgleich ein Cyclon von Süden her, vom Golf von Bengalen auch noch Wasser in das Deltasystem hereindrückt und somit das Ablaufen der Flüsse verhindert gibt es Tote.
Der rotblühende Baum drüben war der einzige Farbtupfen auf vielen 100 km!
Viel darf das Wasser nicht steigen. Sonst gibt es nasse Füße. Auch der Wind darf nicht sonderlich auffrischen. Die 4 seitlichen Holzstämmchen reichen gerade für den Abendwind. Ein Cyclon erreicht aber Windgeschwindigkeiten von 250km/h.
Wo bleiben die Bewohner der Sundabarns dann nur? Zwar soll die Regierung Shelter gebaut haben, zu sehen war aber nie einer dieser Betonbunker auf Stelzen, der sowohl Hochwasser als auch alle Stürme aushalten kann.
Khulna